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Story meiner NSU 201 OSL Baujahr 1938
- im Frühjahr 1988 auf dem Oldtimerteilemarkt in Oederan (zwischen Chemnitz und Freiberg) erworben
- 201 OSL war absolut komplett bis auf Lampenglas, Rücklicht und Benzinhahn, Zustand Note 2-3
- abenteuerlicher Heimtransport in Trabbi Limousine, dazu OSL teilzerlegt, Vordergabel ab, Hinterrad ausgebaut um schließlich Platz auf der Beifahrerseite zu finden
- zu Hause angekommen wurde die OSL sofort zusammengebaut, ein kurzer Probelauf und Probefahrt erfolgte noch am selben Tage
- beim der genaueren Untersuchung der OSL entdeckte ich sogar noch das original Werkzeugwickel, zwar nicht ganz vollständig, aber immerhin ein Bonbon
- Maschine dann im Winter 1988/89 zerlegt, gereinigt und dann vollständig restauriert
- auf Grund des allgemein guten Gesamtzustandes hatte ich damit keine großen Probleme, selbst die Chromblenden des Tankes erstrahlen heute noch im Originalchrom
- fehlende Teile waren beschaffbar, am Motor habe ich nur die Ventilführungen erneuern müssen
- im Mai 1989 habe ich die OSL dann über den ADMV der DDR in Kölleda mit einer Oldtimer-Sportzulassung und dem schwarzen Oldtimer-Kennzeichen 7B23 zulassen können
Gutachter Herbert Müller, vielen Oldtimerfreunden in der
ehemaligen DDR als kompetenter Fachmann und Gummiteillieferant bekannt; bescheinigte mir für die Originalität 96 Punkte von 100 erreichbaren
- Teilnahme an einigen Oldtimertreffen und Ausfahrten, bis schließlich die Wende das Aus der schwarzen Oldtimer-Kennzeichen mit sich brachte
- von 1991 bis 94 bin ich mit der OSL nicht gefahren
- Frühjahr 1994 wurde sie dann wieder unter amtlichen Kennzeichen ESW-E5 zugelassen
- habe mit meiner OSL viele hunderte Kilometer geschruppt, sie war immer zuverlässig, gutmütig, flink und ließ mich nie im Stich, dass ist auch heute noch so
- Inzwischen ist sie mit über mein rotes 07er Kennzeichen zugelassen
- inzwischen habe ich auch die Produktionsdaten bei der NSU GmbH erfragen können:
Prod.-Datum 01.09.1938 ausgeliefert an Firma Böttcher Chemnitz Motor noch original Besonderheit: mit Beiwagen ausgeliefert (fehlt aber, keine Anschlüsse auffindbar)
- im Winter 2002/03 habe ich den Motor der 201 OSL generalüberholt: neuer Kolben, Ventile und Kurbelwellenlager
- der Motor wurde auf unlegiertes Einbereichsöl SAE 40 umgestellt, vorher fuhr ich aus Unwissenheit modernes Motorenöl und habe somit in 14 Jahren den Motor gehimmelt
- Maschine richtig gründlich gereinigt, Farbausbesserungen, Tank innen versiegelt, Bosch Lima gereinigt und überholt, sowie diverse Schönheitsreparaturen
- Drilastic Sozius Sattel mit Fußrasten angebaut, damit ich meine liebe Frau auch mitnehmen kann
Kleine 201 S/OS/OSL Typenkunde
Die NSU 201 OSL ist das kleinste Modell der berühmten OSL Baureihe mit 200 bis 600 ccm ohv-Einzylinder-Viertaktmotoren, basierend auf
den Erfahrungen der Rennmaschinenentwicklung der 500 SS. Die Bauart Motor und Getriebe getrennt, wiederspiegelt die klassische
englische Schule die Walter William Moore als neuer Chefkonstrukteur bei NSU (1929 bis 1939) ab 1933 mit diesen Modellen aus England
einbrachte. Binnen kurzer Zeit erwarb sich diese sehr sportliche Baureihe große Beliebtheit. Diese den Rennmaschinen sehr ähnlich
sehenden ohv-Viertaktmodelle warteten nicht nur mit recht ordentlichen Leistungen, sondern auch mit sehr geringen Verbräuchen auf.
Markantes Erkennungszeichen der kleinen OSL-Motore ist der vorne ins Motorgehäuse integrierter Ölbehälter, der sogenannte
Känguruhbauch. Die Betätigung der im Kopf hängenden Ventile erfolgte bei den Modellen mit 200 bis 331 ccm durch eine, bei den Modellen
351 bis 601 durch zwei Nockenwellen, die über Zahnräder angetrieben wurden. Das auf der rechten Seite des Zylinders zwischen Kopf und
Motorgehäuse sitzende dicke verchromte Rohr beherbergt nicht wie oft vermutet eine Königswelle, sondern lediglich zwei Stößelstangen. Es
sollte wohl den sportlichen Charakter der OSL-Modelle unterstreichen. Die Fahrwerke und Getriebe der kleinen OSL Modelle wurden aus der
Zweitakt-Modellreihe Z/ZD abgeleitet und wurden im Vorfeld eindeutig noch von NSU Chefkonstrukteur Otto Reitz entwickelt. Moores Arbeit waren hauptsächlich die Motorenentwicklung.
Die OSL-Modellreihe verließ über einen Zeitraum von nahezu 20 Jahren nur mit kleinen Änderungen in zigtausenden das Werk. Im 2.
Weltkrieg wurde die 251 OSL dank ihrer Robustheit als Melde- und Kuriermaschine eingesetzt. Aus Materialersparnisgründen waren alle
Aluminiumteile wie Motorblock und Primärkettenkasten ab 1943 in Grauguss ausgeführt.
Schon bei Serienbeginn 1933 erwiesen sich die 200 und 250ccm OSL Modelle als sparsam, zuverlässig und schnell, was auch die jungen
Werksrennfahrer H. Böhm, H. Fleischmann und andere anlässlich der Sechstagefahrt und anderer Zuverlässigkeits-Wettbewerbe unter
Beweis stellten. Diese kleinen OSL-Modelle waren in der Vor- und Nachkriegszeit bei Nachwuchs- und Privatrennfahrern beliebte Frisierobjekte und Einstiegsmodelle.
Ein baugleiches Fahrwerk wurde bei den Modellen NSU 201 OSL und 251 OSL ab 1933 und bei der NSU 351 OT ab 1936 eingesetzt. Die
Motoren unterschieden sich nur durch die Leistung: 201 OSL= 8,5 PS, 251 OSL= 10 PS und 351 OT= 12,5 PS. Die 201 OSL hatte die
ganze Bauzeit über einen offenen Zylinderkopf aus Grauguss. Der Hauptunterschied zwischen 351 OT (aufgebohrte 201/251 OSL) und 351
OSL liegt im Motor und Ölbehälter: 351 OT Ölbehälter im Motorgehäuse vorn integriert wie 201/251 OSL; 351 OSL Motor mit separatem Öltank wie 501/601 OSL Modelle.
Übersicht der Modelle auf 201 OSL Basis:
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NSU 200/250/350er OSL Modelle
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Bauzeit
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Bemerkungen
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NSU 201 OSL
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1933-39
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hergest. Stückzahl 18111
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NSU 251 OSL
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1933-43/ 1947-52
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hergest. Stückzahl 35000/32465
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NSU 351 OT
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1936-39/ 1950-51
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hergest. Stückzahl 2803/320
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- 201 OSL Bauzeit 1933-1939, gebaute Stückzahl 18111
- OS/OSL steht für O = obergesteuert, S = Sport, L = Luxus
- Rahmen-Nummern:
201 OS 859264 – 862382 = 1933
201 OSL 862593 – 862780 = 1933 862781 – 884577 = 1934 884578 - 1008976 = 1935 1008977 – 1036833 = 1936
1036834 – 1065358 = 1937 1065359 – 1105531 = 1938 1109759 – 1137143 = 1939 1137182 - ? = 1940
Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen 201/251er OSL-Modellen auf der linken Rahmenseite unterhalb des Sattels..
Die Motor-Nr. befindet sich mittig auf der linken Seite des Motorgehäuses im Bereich des Zylinderfußes.
- 1933 Serie 1: ab 859 264
erstes Modell 201 OS (S) herausgebraucht, Leistung 8 PS
- Lagerung Kurbelwelle 2 Pendelkugellager
- Vergaser Amal 4/017 oder Grätzin Ke20
- 3 Gang Getriebe mit nur eine Korkkupplungsscheibe, Handschaltung anfangs noch kurzer Schalthebel am Tank
- Primärkettenkasten Blech
- Hinterrad wie 201 Z noch keine Steckachse, Hinterradbremse mit Fußhebel auf rechter Seite
- Vordergabel schwächere Ausführung
- 2 Riemen Werkzeugkasten senkrecht
- Tank mit Inhalt 9,5 Liter ohne ausgeprägte Felder und Tankdeckel mit Knebelverschluss sowie NSU-D Emblem
- Scheinwerfer Typ BOSCH AS31 (spitze Form mit Schalter hinten, Befestigungen seitlich) Befestigungshalter seitlich an Gabel geschraubt
- Zündspule an Batteriehalter links befestigt
- Boschlichtbatteriezünder RD 1/2 U
- Schalldämpfer zweiteilig mit einstecktem Fischschwanz
Serie 2: ab 862 593/ 167 308 =
(Fahrgestell-Nr./Motor-Nr.)
- schwertförmiger Schalthebel
- ab 862593 Primärkette im Ölbad + Kettenkasten Aluguss
- Kurbelgehäuseentlüftung über Röhrchen in Primärkettenkasten
- Kupplung mit 2 Korkkupplungsscheiben, sonst Ausführung
wie Serie 1
- 1935
- Leistung 8,5 PS
- ab 1001601 (Nov. 1935) neues Hinterrad mit Steckachse
- Fußbremse auf linker Seite als Hackenbremse
- Scheinwerfer Typ BOSCH EAS 150x2/2 (Schalter oben)
Befestigungshalter seitlich an Gabel geschraubt,
- ab 887609/ 192151 Getriebe mit verstärkter Hauptwelle (Kupplung)
- Zündspule unter Tank
- als Sonderwunsch hochgelegter Auspuff mit Wärmeschutzgitter lieferbar
- geänderter Schlusslichthalter in einem Stück
1936
- ab 1010831 4 Gang Getriebe, wahlweise Hand- oder Fußschaltung
- ab 1 019 386 verstärkte Vordergabelfeder
- ab 1 030 529/241 530 Schalldämpfer aus nur einem Stück
- ab 1 030 529/241 530 größerer Benzintank mit ausgeprägten Feldern als Chromblenden und Inhalt 11,5 Liter
- Zündspule unter Tank
- kombinierte Hand- /Fußkupplung auf Wunsch lieferbar
- neue Kurbelwellenhauptlager als Rollenlager ausgeführt
- Zündverstellhebel an Lima rechts angebracht
- Lenkerarmaturen aus Aluminium (Hydonalium)
- Gummihülse über Bremspedal
- neue Gabel mit Auge für Tachometer
- Dickendspeichen
1937
- ab 1049649 stärkere Blechpressgabel und größerer Scheinwerfer mit von vorn an Gabel geschraubten Haltern
- ab 1054685 Tachometer im Scheinwerfer eingebaut
- Werkzeugkasten nur ein Riemen waagerecht
- Vorderständer 7 mm kürzer
- geänderte Startkurbel (Tritt einklappbar)
- 1938
- Tankemblem normaler NSU-Flügel
- 1939
- Auslauf der 201 OSL
Ende 1938/ Anfang 1939 Prototyp NSU 251 OSB Bei NSU dachte man Ende 1938, auch aus militärischen Aspekten, über ein modernes Nachfolge-Modell der 201/251 OSL Baureihe
nach. Dieses moderne Nachfolgemodell die 251 OSB stammt nicht mehr von Moore. Ernst Schmidt, neuer Leiter des NSU Konstruktionsbüros ab Februar 1938, entwickelte dieses Nachfolgemodell mit obengesteuertem
Einzylinder-Viertakt-Blockmotor. Die Leistung der 250er (Bohrung/Hub= 68/68) lag bei 13,7 PS / 6000 U/min und war damit 110 km/h schnell. Die Versuchsmuster zeigten im Fahrversuch
akzeptable Ergebnisse, gute Straßenlage auch bei schlechter Fahrbahn und gute Geländeeigenschaften. Zu einem Rüstungsauftrag kam es nicht, wahrscheinlich aus Geldgründen und so bleib es nur
bei einigen Versuchsmustern..
- 251 OSL Bauzeit 1933-43/ 1947-52, gebaute Stückzahl 35000/ 32465
- Rahmen-Nummern:
862622 – 862681 = 1933 862787 – 883129 = 1934 884994 – 1008976 = 1935 1008977 – 1036833 = 1936 1036834 – 1065358 = 1937 1065359 – 1105531 = 1938
1109759 – 1137143 = 1939 1137182 - ? = 1940
- Einzylinder - Viertakt-Blockmotor ohv, 242 ccm, 9 PS, Bohrung/Hub= 64/75 mm, Höchstgeschwindigkeit ca. 95 km/h
- wesentliche Details wie 201 OSL ab 1933
- 1935 Motorleistung 10 PS
- 1936 Motorleistung 10,5 PS, 4 Gang Getriebe, Fussschaltung, Tank mit geprägten Feldern
- 1937 geschlossener Alu Zylinderkopf, gekapselter Blech-sekundärkettenkasten, Tacho im Scheinwerfer, Schalldämpfer einteilig, neue kastenförmige Schutzbleche
1939 Schwingsattel
- 1940 Tank mit Bajonettverschluss
- Lackierung wie 201 OSL
- 1938-43 Sondermodell für Wehrmacht NSU 251 OS WH
- bewährte sich sehr gut als leichte Melde- und Kuriermaschine, einheitlich in Tarnfarbe lackiert, 1943 Ersatz Leichtmetall durch Grauguss wegen Materialmangel
- geänderte Getriebeübersetzung, Motorunterzugsschutzblech, große Tanköffnung für Kanisterbetankung, verstärkter Hinterradständer, Schalldämpfer mit halbseitigem Fischschwanz, Packtaschen,
Sahara Version mit Spezial Wirbelluftfilter
- 1943 Sonderausführung: Zündschalter im Tank, Seitenständer (vermutlich Behördenausführung)
sonst wie 251 OSL 1939
- 1947 Wiederaufbahme der Fertigung 251 OSL
- verstärkter Hinterradständer
- neue Tankkniekissen (wie Fox)
- Tank schwarz, wenig Chrohm
- Ausführung wie 251 OSL 1939
- 1949 neue Bosch Lichtmaschine RD 45, Unterbrechergehäuse im Steuergehäusedeckel integriert
- größerer 22er Bing Vergaser 2/22/12, nicht mehr direkt am Zylinderkopf angeflanscht, sonderen auf ein nach rechts gebogenes Ansaugrohr gesteckt
- Pleuellager mit metrischen Rollen 6x8 mm ohne Käfig
- Werkzeugkästen mit abschliessbaren Blechdeckeln
neue Außenzughebel am Lenker
- Hella Nasenrücklicht von ZDB übernommen
- neuer runder Schalldämpfer mit Fischschwanz
- 1950 Exportmodell wird zu Standardmodell, Tank verchromt, neue Magura Lenkerarmaturen, verstärkte Reifen 3,25x19”
- neuer um 1mm deachsierter Kolben, oberster Kolbenring hartverchromt (längere Laufzeit)
- breiterer Pluelfuß, zweireihiges Rollenlager mit Anlaufscheiben
- für Auslandskunden wahlweiser Einbau einer Telegabel Fabrikate Pollmann oder JFK (Schweiz/ Holland), brachte jedoch keine entscheidende Verbesserung zur Trapezgabel
- NSU bot nachträglichen Einbau einer Jurisch Hinterradfederung an, auch ab Werk
1951 letzte Überarbeitung
- Tank ohne geprägte Seitenfelder, aufgeschraubte NSU Embleme (wie NSU Lux)
- neuer Schwingsattel
- Kurbeltrieblagerung über Pendelkugellager, neue Motorentlüftung
- bessere Abdichtung der Hinterradnabe
- elektrischer Abblendschalter und kombinierter Rückstrahler/Rückllicht
- Lackierungen: Standardmodell schwarz mit goldenen Zierlinien, Exportmodelle 1948 Tank mit verchromten Seitenfeldern durch blaue
Zierlinien eingefasst, Juni 1950 in fischsilberblau (wie NSU Fox) mit weißen Zierlinien und 1951 weinrot mit weißen Zierlinien
- die 251 OSL war eine voll sozius- und beiwagentaugliche Maschine, sehr sparsam im Verbrauch und günstig in der Anschaffung, was alles zu einer sehr großen Beliebtheit in Deutschland beitrug
nach einer fast ununterbrochenen Produktionszeit von 19 Jahren
(1933-1952) und einer Stückzahl von 67442 Stück wurde die Produktion im Mai 1952 eingestellt, sie war eines der am längsten produzierten deutschen Motorräder!
- weiterführende Informationen sowie Lackier- und Linierhinweise findest du im Buch “NSU Motorräder 1945-64”
von Klaus Arth und Stephan Thum
- 351 OT Bauzeit 1936-39/ 1950-51, gebaute Stückzahl 2803/ 455
- Rahmen-Nummern:
1032841 – 1036833 = ab Nov. 1936 1036834 – 1065358 = 1937 1065359 – 1105580 = 1938 1109854 – 1135762 = 1939
- Zur Ergänzung des OSL Programms erschien im Jahr 1936 die 351 OT, die alle wichtigen Merkmale der erfolgreichen
201/251 OSL-Baureihe vereinte. Sie ist mit diesen identisch bis auf die größere Bohrung von 75 mm.
- Der Hauptunterschied zwischen 351 OT (aufgebohrte 201/251 OSL) und 351 OSL liegt im Motor und Ölbehälter: 351 OT Ölbehälter im
Motorgehäuse vorn integriert wie 201/251 OSL; 351 OSL Motor mit separatem Öltank wie 501/601 OSL Modelle. Die NSU 351 OT
war besonders für den Einsatz in bergigen Gebieten und für den Seitenwagenbetrieb als sparsame Maschine vorgesehen. Sie hatte
zwar nicht die hohe Leistung (18 PS) der 351 OSL, bewährte sich jedoch durch niedriegen Verbrauch und günstige Anschaffungskosten.
Exportmodell für nordische Länder z. B. Norwegen, sowie Österreich
- Einzylinder - Viertakt-Blockmotor ohv, 2331 ccm, 12,5 PS, Bohrung/Hub= 75/75 mm, Höchstgeschwindigkeit ca. 110 km/h
- auf Wunsch hochgelegte Auspuffanlage
- Bereifung 3,25x19”
- Gewicht ca. 130 kg
- Lackierung wie 201 OSL
- sonst wie 251 OSL ab 1936
- 1950 Wiederaufnahme Fertigung und erweiterete Fertigungpallette, nach Aufhebung der alliierten Hubraumbegrenzung 1949
- Leichtmetallzylinderkopf
- 4 Gang Getriebe mit Fussschaltung
- gekapselter Blech-Sekundärkettenkasten
- sonst wie 351 OT 1939
- sehr geringe Nachfrahe in Deutschland, vermutlich gingen die meisten Maschine in den Export nach Norwegen und Östereich
- als Nachfolger kam die 351 OS-T Konsul 1
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