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NSU 201 OSL

NSU 201 OSL 1938

  Story

  Kleine Typenkunde

  Technische Daten

  Technische Literatur

  Restaurations- und              Techniktipps  

 

Story meiner NSU 201 OSL Baujahr 1938

  • im FrĂĽhjahr 1988 auf dem Oldtimerteilemarkt in Oederan (zwischen Chemnitz und Freiberg) erworben
  • 201 OSL war absolut komplett bis auf Lampenglas, RĂĽcklicht und Benzinhahn, Zustand Note 2-3
  • abenteuerlicher Heimtransport in Trabbi Limousine, dazu OSL teilzerlegt, Vordergabel ab, Hinterrad ausgebaut um schlieĂźlich Platz auf der Beifahrerseite zu finden
  • zu Hause angekommen wurde die OSL sofort zusammengebaut, ein kurzer Probelauf und Probefahrt erfolgte noch am selben Tage
  • beim der genaueren Untersuchung der OSL entdeckte ich sogar noch das original Werkzeugwickel, zwar nicht ganz vollständig, aber immerhin ein Bonbon
  • Maschine dann im Winter 1988/89 zerlegt, gereinigt und dann vollständig restauriert
  • auf Grund des allgemein guten Gesamtzustandes hatte ich damit keine groĂźen Probleme, selbst die Chromblenden des Tankes erstrahlen heute noch im Originalchrom
  • fehlende Teile waren beschaffbar, am Motor habe ich nur die VentilfĂĽhrungen erneuern mĂĽssen
  • im Mai 1989 habe ich die OSL dann ĂĽber den ADMV der DDR in Kölleda mit einer Oldtimer-Sportzulassung und dem schwarzen Oldtimer-Kennzeichen 7B23 zulassen können
  • Gutachter Herbert MĂĽller, vielen Oldtimerfreunden in der ehemaligen DDR als kompetenter Fachmann und Gummiteillieferant bekannt; bescheinigte mir fĂĽr die Originalität 96 Punkte von 100 erreichbaren
  • Teilnahme an einigen Oldtimertreffen und Ausfahrten, bis schlieĂźlich die Wende das Aus der schwarzen Oldtimer-Kennzeichen mit sich brachte
  • von 1991 bis 94 bin ich mit der OSL nicht gefahren
  • FrĂĽhjahr 1994 wurde sie dann wieder unter amtlichen Kennzeichen ESW-E5 zugelassen
  • habe mit meiner OSL viele hunderte Kilometer geschruppt, sie war immer zuverlässig, gutmĂĽtig, flink und lieĂź mich nie im Stich, dass ist auch heute noch so
  • Inzwischen ist sie mit ĂĽber mein rotes 07er Kennzeichen zugelassen
  • inzwischen habe ich auch die Produktionsdaten bei der NSU GmbH erfragen können:
    Prod.-Datum 01.09.1938
    ausgeliefert an Firma Böttcher Chemnitz
    Motor noch original
    Besonderheit: mit Beiwagen ausgeliefert (fehlt aber, keine AnschlĂĽsse auffindbar)
  • im Winter 2002/03 habe ich den Motor der 201 OSL generalĂĽberholt: neuer Kolben, Ventile und Kurbelwellenlager
  • der Motor wurde auf unlegiertes Einbereichsöl SAE 40 umgestellt, vorher fuhr ich aus Unwissenheit modernes Motorenöl und habe somit in 14 Jahren den Motor gehimmelt
  • Maschine richtig grĂĽndlich gereinigt, Farbausbesserungen, Tank innen versiegelt, Bosch Lima gereinigt und ĂĽberholt, sowie diverse Schönheitsreparaturen
  • Drilastic Sozius Sattel mit FuĂźrasten angebaut, damit ich meine liebe Frau auch mitnehmen kann

Kleine 201 S/OS/OSL Typenkunde

Die NSU 201 OSL ist das kleinste Modell der berühmten OSL Baureihe mit 200 bis 600 ccm ohv-Einzylinder-Viertaktmotoren, basierend auf den Erfahrungen der Rennmaschinenentwicklung der 500 SS. Die Bauart Motor und Getriebe getrennt, wiederspiegelt die klassische englische Schule die Walter William Moore als neuer Chefkonstrukteur bei NSU (1929 bis 1939) ab 1933 mit diesen Modellen aus England einbrachte. Binnen kurzer Zeit erwarb sich diese sehr sportliche Baureihe große Beliebtheit. Diese den Rennmaschinen sehr ähnlich sehenden ohv-Viertaktmodelle warteten nicht nur mit recht ordentlichen Leistungen, sondern auch mit sehr geringen Verbräuchen auf. Markantes Erkennungszeichen der kleinen OSL-Motore ist der vorne ins Motorgehäuse integrierter Ölbehälter, der sogenannte Känguruhbauch. Die Betätigung der im Kopf hängenden Ventile erfolgte bei den Modellen mit 200 bis 331 ccm durch eine, bei den Modellen 351 bis 601 durch zwei Nockenwellen, die über Zahnräder angetrieben wurden. Das auf der rechten Seite des Zylinders zwischen Kopf und Motorgehäuse sitzende dicke verchromte Rohr beherbergt nicht wie oft vermutet eine Königswelle, sondern lediglich zwei Stößelstangen. Es sollte wohl den sportlichen Charakter der OSL-Modelle unterstreichen. Die Fahrwerke und Getriebe der kleinen OSL Modelle wurden aus der Zweitakt-Modellreihe Z/ZD abgeleitet und wurden im Vorfeld eindeutig noch von NSU Chefkonstrukteur Otto Reitz entwickelt. Moores Arbeit waren hauptsächlich die Motorenentwicklung.
Die OSL-Modellreihe verließ über einen Zeitraum von nahezu 20 Jahren nur mit kleinen Änderungen in zigtausenden das Werk. Im 2. Weltkrieg wurde die 251 OSL dank ihrer Robustheit als Melde- und Kuriermaschine eingesetzt. Aus Materialersparnisgründen waren alle Aluminiumteile wie Motorblock und Primärkettenkasten ab 1943 in Grauguss ausgeführt.
Schon bei Serienbeginn 1933 erwiesen sich die 200 und 250ccm OSL Modelle als sparsam, zuverlässig und schnell, was auch die jungen Werksrennfahrer H. Böhm, H. Fleischmann und andere anlässlich der Sechstagefahrt und anderer Zuverlässigkeits-Wettbewerbe unter Beweis stellten. Diese kleinen OSL-Modelle waren in der Vor- und Nachkriegszeit bei Nachwuchs- und Privatrennfahrern beliebte Frisierobjekte und Einstiegsmodelle.
Ein baugleiches Fahrwerk wurde bei den Modellen NSU 201 OSL und 251 OSL ab 1933 und bei der NSU 351 OT ab 1936 eingesetzt. Die Motoren unterschieden sich nur durch die Leistung: 201 OSL= 8,5 PS, 251 OSL= 10 PS und 351 OT= 12,5 PS. Die 201 OSL hatte die ganze Bauzeit über einen offenen Zylinderkopf aus Grauguss. Der Hauptunterschied zwischen 351 OT (aufgebohrte 201/251 OSL) und 351 OSL liegt im Motor und Ölbehälter: 351 OT Ölbehälter im Motorgehäuse vorn integriert wie 201/251 OSL; 351 OSL Motor mit separatem Öltank wie 501/601 OSL Modelle.

Ăśbersicht der Modelle auf 201 OSL Basis:

NSU 200/250/350er OSL Modelle

Bauzeit

Bemerkungen

 NSU 201 OSL

1933-39

hergest. StĂĽckzahl 18111

 NSU 251 OSL

1933-43/
1947-52

hergest. StĂĽckzahl 35000/32465

 NSU 351 OT  

1936-39/
1950-51

hergest. StĂĽckzahl 2803/320

 

 

 

 

 

  • 201 OSL Bauzeit 1933-1939, gebaute StĂĽckzahl 18111

NSU 201 OS 1933 1.Serie

  • OS/OSL steht fĂĽr O = obergesteuert, S = Sport, L = Luxus
     
  • Rahmen-Nummern:

    201 OS
    859264 – 862382 = 1933

    201 OSL
    862593 – 862780 = 1933
    862781 – 884577 = 1934
    884578 - 1008976 = 1935
    1008977 – 1036833 = 1936
    1036834 – 1065358 = 1937
    1065359 – 1105531 = 1938
    1109759 – 1137143 = 1939
    1137182 - ? = 1940 
    Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen 201/251er OSL-Modellen auf der linken Rahmenseite unterhalb des Sattels..
    Die Motor-Nr. befindet sich mittig auf der linken Seite des Motorgehäuses im Bereich des Zylinderfußes.
     
  • 1933 Serie 1: ab 859 264
  • NSU 201 OS 1934 2.Serieerstes Modell 201 OS (S) herausgebraucht, Leistung 8 PS
  • Lagerung Kurbelwelle 2 Pendelkugellager
  • Vergaser Amal 4/017 oder Grätzin Ke20
  • 3 Gang Getriebe mit nur eine Korkkupplungsscheibe, Handschaltung anfangs noch kurzer Schalthebel am Tank
  • Primärkettenkasten Blech
  • Hinterrad wie 201 Z noch keine Steckachse, Hinterradbremse mit FuĂźhebel auf rechter Seite
  • Vordergabel schwächere AusfĂĽhrung
  • 2 Riemen Werkzeugkasten senkrecht
  • Tank mit Inhalt 9,5 Liter ohne ausgeprägte Felder und Tankdeckel mit Knebelverschluss sowie NSU-D Emblem
  • Scheinwerfer Typ BOSCH AS31 (spitze Form mit Schalter hinten, Befestigungen seitlich) Befestigungshalter seitlich an Gabel geschraubt
  • ZĂĽndspule an Batteriehalter links befestigt
  • BoschlichtbatteriezĂĽnder RD 1/2 U
  • Schalldämpfer zweiteilig mit einstecktem Fischschwanz
  • NSU 201 OSL 1936Serie 2: ab 862 593/ 167 308 = (Fahrgestell-Nr./Motor-Nr.)
  • schwertförmiger Schalthebel
  • ab 862593 Primärkette im Ă–lbad + Kettenkasten Aluguss
  • KurbelgehäuseentlĂĽftung ĂĽber Röhrchen in Primärkettenkasten
  • Kupplung mit 2 Korkkupplungsscheiben, sonst AusfĂĽhrung
    wie Serie 1
     
  • 1935
  • Leistung 8,5 PS
  • ab 1001601 (Nov. 1935) neues Hinterrad mit Steckachse
  • FuĂźbremse auf linker Seite als Hackenbremse
  • Scheinwerfer Typ BOSCH EAS 150x2/2 (Schalter oben)
     Befestigungshalter seitlich an Gabel geschraubt,
  • ab 887609/ 192151 Getriebe mit verstärkter Hauptwelle (Kupplung)
  • ZĂĽndspule unter Tank
  • als Sonderwunsch hochgelegter Auspuff mit Wärmeschutzgitter lieferbar
  • geänderter Schlusslichthalter in einem StĂĽck
     
  • NSU 201 OSL 19371936
  • ab 1010831 4 Gang Getriebe, wahlweise Hand- oder FuĂźschaltung
  • ab 1 019 386 verstärkte Vordergabelfeder
  • ab 1 030 529/241 530 Schalldämpfer aus nur einem StĂĽck
  • ab 1 030 529/241 530 größerer Benzintank mit ausgeprägten Feldern als Chromblenden und Inhalt 11,5 Liter
  • ZĂĽndspule unter Tank
  • kombinierte Hand- /FuĂźkupplung auf Wunsch lieferbar
  • neue Kurbelwellenhauptlager als Rollenlager ausgefĂĽhrt
  • ZĂĽndverstellhebel an Lima rechts angebracht
  • Lenkerarmaturen aus Aluminium (Hydonalium)
  • GummihĂĽlse ĂĽber Bremspedal
  • neue Gabel mit Auge fĂĽr Tachometer
  • Dickendspeichen
     
  • NSU 201 OSL 19391937
  • ab 1049649 stärkere Blechpressgabel und größerer Scheinwerfer mit von vorn an Gabel geschraubten Haltern
  • ab 1054685 Tachometer im Scheinwerfer eingebaut
  • Werkzeugkasten nur ein Riemen waagerecht
  • Vorderständer 7 mm kĂĽrzer
  • geänderte Startkurbel (Tritt einklappbar)
     
  • 1938
  • Tankemblem normaler NSU-FlĂĽgel
     
  • 1939
  • Auslauf der 201 OSL
     

 

 

 

  • Prototyp NSU 251 OSB 1938/39 Ende 1938/ Anfang 1939 Prototyp NSU 251 OSB
    Bei NSU dachte man Ende 1938, auch aus militärischen Aspekten, über ein modernes Nachfolge-Modell der 201/251 OSL Baureihe nach . Dieses moderne Nachfolgemodell die 251 OSB stammt nicht mehr von Moore. Ernst Schmidt, neuer Leiter des NSU Konstruktionsbüros ab Februar 1938, entwickelte dieses Nachfolgemodell mit obengesteuertem Einzylinder-Viertakt-Blockmotor. Die Leistung der 250er (Bohrung/Hub= 68/68) lag bei 13,7 PS / 6000 U/min und war damit 110 km/h schnell. Die Versuchsmuster zeigten im Fahrversuch akzeptable Ergebnisse, gute Straßenlage auch bei schlechter Fahrbahn und gute Geländeeigenschaften. Zu einem Rüstungsauftrag kam es nicht, wahrscheinlich aus Geldgründen und so bleib es nur bei einigen Versuchsmustern..

 

 

 

 

NSU 251 OSL 1936

  • 251 OSL Bauzeit 1933-43/ 1947-52, gebaute StĂĽckzahl 35000/ 32465
  • Rahmen-Nummern:

    862622 – 862681 = 1933
    862787 – 883129 = 1934
    884994 – 1008976 = 1935
    1008977 – 1036833 = 1936
    1036834 – 1065358 = 1937
    1065359 – 1105531 = 1938
    1109759 – 1137143 = 1939
    1137182 - ? = 1940

NSU 251 OSL 1937

 

 

 

 

 

  • Einzylinder - Viertakt-Blockmotor ohv, 242 ccm, 9 PS, Bohrung/Hub= 64/75 mm, Höchstgeschwindigkeit ca. 95 km/h
  • wesentliche Details wie 201 OSL ab 1933
  • 1935 Motorleistung 10 PS
  • 1936 Motorleistung 10,5 PS, 4 Gang Getriebe, Fussschaltung, Tank mit geprägten Feldern
  • 1937 geschlossener Alu Zylinderkopf, gekapselter Blech-sekundärkettenkasten, Tacho im Scheinwerfer, Schalldämpfer einteilig, neue kastenförmige Schutzbleche
  • NSU 251 OSL 1939 (Schwingsattel)1939 Schwingsattel
  • 1940 Tank mit Bajonettverschluss
  • Lackierung wie 201 OSL
  • 1938-43 Sondermodell fĂĽr Wehrmacht NSU 251 OS WH
  • bewährte sich sehr gut als leichte Melde- und Kuriermaschine, einheitlich in Tarnfarbe lackiert, 1943 Ersatz Leichtmetall durch Grauguss wegen Materialmangel
  • geänderte GetriebeĂĽbersetzung, Motorunterzugsschutzblech, groĂźe Tanköffnung fĂĽr Kanisterbetankung, verstärkter Hinterradständer, Schalldämpfer mit halbseitigem Fischschwanz, Packtaschen, Sahara Version mit Spezial Wirbelluftfilter
  • 1943 SonderausfĂĽhrung: ZĂĽndschalter im Tank, Seitenständer (vermutlich BehördenausfĂĽhrung)
  • NSU 251 OSL-WH 1939sonst wie 251 OSL 1939
  • 1947 Wiederaufbahme der Fertigung 251 OSL
  • verstärkter Hinterradständer
  • neue Tankkniekissen (wie Fox)
  • Tank schwarz, wenig Chrohm
  • AusfĂĽhrung wie 251 OSL 1939
  • 1949 neue Bosch Lichtmaschine RD 45, Unterbrechergehäuse im Steuergehäusedeckel integriert
  • größerer 22er Bing Vergaser 2/22/12, nicht mehr direkt am Zylinderkopf angeflanscht, sonderen auf ein nach rechts gebogenes Ansaugrohr gesteckt
  • Pleuellager mit metrischen Rollen 6x8 mm ohne Käfig
  • Werkzeugkästen mit abschliessbaren Blechdeckeln
  • NSU 251 OSL 1949neue AuĂźenzughebel am Lenker
  • Hella NasenrĂĽcklicht von ZDB ĂĽbernommen
  • neuer runder Schalldämpfer mit Fischschwanz
  • 1950 Exportmodell wird zu Standardmodell, Tank verchromt, neue Magura Lenkerarmaturen, verstärkte Reifen 3,25x19”
  • neuer um 1mm deachsierter Kolben, oberster Kolbenring hartverchromt (längere Laufzeit)
  • breiterer PluelfuĂź, zweireihiges Rollenlager mit Anlaufscheiben
  • fĂĽr Auslandskunden wahlweiser Einbau einer Telegabel Fabrikate Pollmann oder JFK (Schweiz/ Holland), brachte jedoch keine entscheidende Verbesserung zur Trapezgabel
  • NSU bot nachträglichen Einbau einer Jurisch Hinterradfederung an, auch ab Werk
  • NSU 251 OSL 1949 Export1951 letzte Ăśberarbeitung
  • Tank ohne geprägte Seitenfelder, aufgeschraubte NSU Embleme (wie NSU Lux)
  • neuer Schwingsattel
  • Kurbeltrieblagerung ĂĽber Pendelkugellager, neue MotorentlĂĽftung
  • bessere Abdichtung der Hinterradnabe
  • elektrischer Abblendschalter und kombinierter RĂĽckstrahler/RĂĽckllicht
  • Lackierungen: Standardmodell schwarz mit goldenen Zierlinien, Exportmodelle 1948 Tank mit verchromten Seitenfeldern durch blaue Zierlinien eingefasst, Juni 1950 in fischsilberblau (wie NSU Fox) mit weiĂźen Zierlinien  und 1951 weinrot mit weiĂźen Zierlinien
  • die 251 OSL war eine voll sozius- und beiwagentaugliche Maschine, sehr sparsam im Verbrauch und gĂĽnstig in der Anschaffung, was alles zu einer sehr groĂźen Beliebtheit in Deutschland beitrug
  • NSU 251 OSL 1951nach einer fast ununterbrochenen Produktionszeit von 19 Jahren (1933-1952) und einer StĂĽckzahl von 67442 StĂĽck wurde die Produktion im Mai 1952 eingestellt, sie war eines der am längsten produzierten deutschen Motorräder!
  • weiterfĂĽhrende Informationen sowie Lackier- und Linierhinweise findest du im Buch “NSU Motorräder 1945-64” von Klaus Arth und Stephan Thum

 

 

 

 

NSU 351 OT 1936

  • 351 OT Bauzeit 1936-39/ 1950-51, gebaute StĂĽckzahl 2803/ 455
  • Rahmen-Nummern:

    1032841 – 1036833 = ab Nov. 1936
    1036834 – 1065358 = 1937
    1065359 – 1105580 = 1938
    1109854 – 1135762 = 1939

 

  • Zur Ergänzung des OSL Programms erschien im Jahr 1936 die 351 OT, die alle wichtigen Merkmale der erfolgreichen 201/251 OSL-Baureihe vereinte. Sie ist mit diesen identisch bis auf die größere Bohrung von 75 mm.
  • Der Hauptunterschied zwischen 351 OT (aufgebohrte 201/251 OSL) und 351 OSL liegt im Motor und Ă–lbehälter: 351 OT Ă–lbehälter im Motorgehäuse vorn integriert wie 201/251 OSL; 351 OSL Motor mit separatem Ă–ltank wie 501/601 OSL Modelle. Die NSU 351 OT war besonders fĂĽr den Einsatz in bergigen Gebieten und fĂĽr den Seitenwagenbetrieb als sparsame Maschine vorgesehen. Sie hatte zwar nicht die hohe Leistung (18 PS) der 351 OSL, bewährte sich jedoch durch niedriegen Verbrauch und gĂĽnstige Anschaffungskosten.
  • NSU 351 OT 1938Exportmodell fĂĽr nordische Länder z. B. Norwegen, sowie Ă–sterreich
  • Einzylinder - Viertakt-Blockmotor ohv, 2331 ccm, 12,5 PS, Bohrung/Hub= 75/75 mm, Höchstgeschwindigkeit ca. 110 km/h
  • auf Wunsch hochgelegte Auspuffanlage
  • Bereifung 3,25x19”
  • Gewicht ca. 130 kg
  • Lackierung wie 201 OSL
  • sonst wie 251 OSL ab 1936
  • 1950 Wiederaufnahme Fertigung und erweiterete Fertigungpallette, nach Aufhebung der alliierten Hubraumbegrenzung 1949
  • Leichtmetallzylinderkopf
  • 4 Gang Getriebe mit Fussschaltung
  • gekapselter Blech-Sekundärkettenkasten
  • sonst wie 351 OT 1939
  • sehr geringe Nachfrahe in Deutschland, vermutlich gingen die meisten Maschine in den Export nach Norwegen und Ă–stereich
  • als Nachfolger kam die 351 OS-T Konsul 1

 

 

Impressum

Technische Daten NSU 201 OSL

Motor:

 

Bauart
Arbeitsweise
Zylinderzahl
Bohrung x Hub
Hubraum
Leistung
Vergaser
Ventile
Kurbelwellenlager
KĂĽhlung
Schmierung
ZĂĽndung

Einzelmotor von Getriebe getrennt
4 Takt
1
58x75 mm
198 ccm
8,5 PS
Schiebervergaser AMAL M74/438, Graetzin KE20 F1 oder Bing AJF 2/19
ohv, Steuerung ĂĽber StoĂźstangen
2x Rollenlager + 1x Kugellager
Luft
Umlauf Trockensumpf mit Zahnradpumpe; hier gibt es Tips zur Motorschmierung
BOSCH BoschbatteriezĂĽndung RD 1/2 U, hier gibt es eine Beschreibung als PDF-Download

KraftĂĽbertragung:

 

Kupplung
Schaltung
Getriebe
Ăśbersetzung
KraftĂĽbertragung

Mehrscheiben Korklamellenkupplung naĂź
FuĂźschalthebel
4 – Gang vom Motor getrennt, Zahnrad- Wechselgetriebe
1.Gang 3,14; 2.Gang 1,985; 3. Gang 1,295, 4. Gang 1
Kette ½“x1/4“

Fahrwerk:

 

MaĂźe LxBxH
Vorderradfedergabel
Lenker
Rahmen
Bremse
Räder
Sattel
Tank

2000 x 760 x 1000
Preßstahlgabel mit parallelgrammartiger Einfachfederung und Stoßdämpfern
verstellbarer Rohrlenker
Stahlrohrrahmen mit Innenverstärkung, schwarz
Innenbackenbremse
Niederdruck-Stahlseilreifenreifen 3,00“x19“ auf Tiefbettfelge 21/2“x19“
Drilastic Schwingsattel mit Gummidecke
Satteltank, schwarz mit Chromspiegeln, Inhalt 11,5 l Benzin, 1,5 l Ă–l im Motorblock

Allgemeine Daten:

 

Radstand
Gewicht
Zuläs. Gesamtgewicht
Höchstgeschwindigkeit
Kraftstoffverbrauch
Bauzeit
hergestellte StĂĽckzahl

1285 mm
120 kg
270 kg
90 km/h
2,3 Liter/100km
1933 – 39
18 111

Lackierung:

fĂĽr Modell 1938

Tank



Schutzbleche


sonstige Teile
 

Standardausführung: tiefschwarz RAL 9005, geprägte Seitenfelder Chrom, goldene Zierlinie ca.
3 mm auf Rand Ăśbergang von Chrom zu schwarz und goldene Zierlinie ca. 3 mm auf Tankober- seite der Grundform folgend umlaufend

tiefschwarz RAL 9005, hinteres Schutzblech, auf abnehmbarem EndstĂĽck kleines NSU-Emblem FlĂĽgel blau/schwarz

Rahmen, Gabel, Gepäckträger, Räder und sämtliche Klein- und Anbauteile in tiefschwarz
RAL 9005, sonst keine goldenen Zierlinien weiter

Einstellwerte:

 

Spiel Einlassventil warm
Spiel Auslassventil warm
VorzĂĽndung
Unterbrecherabstand
Abstand ZĂĽndkerze
Ventilschaftschmierung

0,15 mm
0,20 mm
9 - 10 mm (ZĂĽndverstellhebel auf FrĂĽhzĂĽndung)
0,4 bis 0,5 mm
0,6 - 0,7 mm
Regulierschraube ungefähr eine Vierteldrehung geöffnet (leichter Ölfilm auf an den Ventilführungen)

FĂĽllmengen:

 

Motor
Getriebe
Primärtrieb

1,5 Liter unlegiertes Einbereichs-Motoröl SAE 40 (z.B. Wintershall Wiolan CA 150, Aral Motanol GM 150)
0,3 Liter Motoröl SAE 140 o. Getriebefließfett (Ambroleum) o. Ambroleum mit Motoröl gemischt 1:1
0,125 Liter Motoröl SAE 30
hier gibt es einige Schmierstoff-Informationen

Elektrische Anlage:

hier gibt es Informationen und ein Schaltbild fĂĽr die elektrische Anlage

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