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Story meiner NSU 201 Z Baujahr 1931
Meine NSU 201 Z kaufte ich am 17.05.1983 über eine Anzeige in der Tageszeitung. Der Verkäufer war der
Enkel des Erstbesitzers und hatte die Maschine vor etlichen Jahren aus dem Geraer Raum zu sich nach Mühlhausen geholt und sie schon mal angefangen etwas aufzumöbeln, wobei er die Lust verloren haben
musste, da die NSU 201 Z arg zerschunden war. Die Bergung der Maschine aus einem Gartenhäuschen erfolgte noch zügig am gleichen Tage, denn der Preis stimmte. Nach Auskunft des Verkäufers und des
Fahrzeugbriefes war die NSU mal mit einem selbstgebauten Lastenseitenwagen zugelassen. Mit diesem Gespann hatte sein Großvater Brennholz aus dem Wald geholt. Welchen Belastungen musste die kleine
201 Z mit dem Seitenwagen wohl aus gesetzt gewesen sein?
Die Spuren waren deutlich sichtbar, die Seitenwagenanschlüsse Marke Eigenbau, am Rahmen mehrere Risse, die Gabel ziemlich verzogen und insgesamt war das Maschinchen total runtergeritten. Insgesamt
gesehen war sie jedoch recht komplett, sehr wichtige Teile wie alle Lenkerarmaturen, der Villiers-Vergaser und die Auspuffanlage waren
vorhanden. Nach einigen Recherchen zu Hause wurde mir klar das die 201 Z ein ganz seltenes Modell ist und dazu noch das erste Zweitaktmotorrad aus dem Hause NSU seit 1901.
Hier die Restaurationshöhepunkte:
die erste Restauration erfolgte auf Grund meines damaligen Alters
von 18 Jahren und des noch spärlichen Wissens recht unfachmännisch, der Rahmen allerdings wurde von einem freundlichen Nachbarn super geschweißt, die blanken Teile neu verchromt
- erste Probefahrten zeigten dann schließlich doch die vielen Kompromisse die ich dabei eingegangen war, der Motor brauchte zwingend einen neuen Kolben und eine Neulagerung der Kurbelwelle,
das Getriebe muss komplett neu gelagert werden, der Tank war undicht weil er feine Risse hatte und so weiter
- schließlich wanderte die 201 Z in die Ecke, weil mir andere interessantere NSU-Modelle wie die 201 OSL oder 201 T für eine Restauration verlockender schienen
- inzwischen hatte ich auch einen originalen Ersatzteilkatalog und so manches fehlende Teil aufgetrieben
- ich habe dann immer wieder Etappenweise an der 201 Z gearbeitet, ein Werkzeugmacher in der Verwandtschaft überholte die Kurbelwelle, der Zylinder wurde ausgeschliffen und erhielt einen neuen
DKW-Nasenkolben, der nach Anpassung dafür geeignet war, der Tank wurde fachmännisch geschweißt
- nach Hauskauf und Werkstattbezug 2000 wird die 201 Z richtig profimäßig restauriert, denn in den Jahren seit dem Kauf hatte ich viel gelernt
- Ersatzgabel beschafft und alle Lagerbolzen neu gedreht
- Räder auf Kugellager umgebaut, Bremsbacken mit neuen Belägen bei Fa. Klebetechnik Röhler in Eisenach versehen lassen, die Bremsnockenwellen wurden in den Ankerplatten neu gelagert
- Fußbremshebel nachgefertigt
Auspuffkrümmer aus Edelstahlrohr nachbiegen lassen
- Luma Umlauf Licht-Batteriezündung und E-Anlage total überholt
- Motorgehäuse Kurbelwelle auf Simmerringe umgebaut
- im Getriebe alle Gleitlager neu angefertigt
- neue Satteldecke aus Leder bei Horst Geilsdorf in Külmla, einem alten Schuster der BMW-Oldtimer fährt, anfertigen lassen, ich stelle immer wieder fest, was für super saubere Arbeit er abliefert
- der Tank erhielt seine originale weinrot RAL 3005/ beige
RAL 1001 Lackierung, eine Neuverchromung des Tankes wie im Auslieferzustand wäre zu aufwendig gewesen
- habe mir einen zusätzlichen guten verchromungsfähigen Tank zu im Februar 2003 beschafft, dieser wird dann original wie im Auslieferungszustand neu verchromt und erhält blaue Seitenflächen
(lt. Daten von NSU GmbH), da diese Tankausführung der 201 Z derart selten und interessant ist, möchte ich sie gerne an meiner Maschine
umsetzen, ab 1931 war der Tank verchromt + blaues Feld nach meinen Unterlagen auf Sonderwunsch lieferbar
- Der originale englische Villiers Mark 2 Vergaser ist total ausgenuddelt, die Luftausgleichsröhrchen fehlen, erste Startversuche Ende
2003 scheitern kläglichst, die Maschine springt gut an, aber beim Gasgeben ersäuft sie total
- Bestandsaufnahme Vergaser: Ich beschaffe mir von einem Oldtimerfreund leihweise einen funktionsfähigen Villiers Mark 2 Vergaser
und siehe da der Motor läuft damit einwandfrei. Nun wird an Hand des vorliegenden Musters mein Vergaser total überholt, alle Düsen
neu angefertigt, das Gasschiebergehäuse ausgedreht und ein neuer Gasschieber angefertigt. Parallel dazu bekomme ich von einem
Oldtimerfreund (Dank an Martin Schenker) eine Kopie einer technischen Beschreibung der Villiersvergaser, was mir eine sehr große Hilfe ist.
- Nach der Vergaserkur läuft die Maschine endlich ganz gut ohne abzusaufen. Anfangs ist das Gemisch noch zu mager, da ich die
Luftausgleichsbohrungen der Röhrchen etwas kleiner ausgeführt habe, das äußert sich in Fehlzündungen und Knallen in den
Vergaser. Bei Bergfahrt komt es zu Kolbenklemmern. Nachdem ich einiges Feintuning am Vergaser noch vorgenommen habe,
verlaufen weitere Testfahrten positiv. Nachdem das Gemisch etwas fetter ist und ich die Maschine vorsichtig weiter einfahre, neigt der Kolben nicht mehr zum Klemmen, selbst beim Befahren von Steigungen.
- Sommer 2004: endlich ist es geschafft, meine kleine 201 Z ist fix und fertig
- Das Fahrverhalten der kleinen NSU 201 Z ist sehr angenehm. Der Motor hat einen kraftvollen Durchzug und kein typisches
Zweitaktgeplärre, sondern eher ein schönes dumpfes Bellen. Auch die Sitzposition ist durch den tiefen Schwerpunkt der Maschine
sehr bequem. Man hat das Gefühl bei 60 km/h schön dahin zu gleiten. Im Sommer und Herbst 2004 habe ich dann mit meiner
201 Z diverse Touren gemacht.
- Im Mai 2005 erhielt meine NSU 201 Z dann endlich den originalen Chromtank mit den blauen Seitenfeldern, eingefasst von rot-orangen Zierlinien. Ich finde der tolle Chromtank steht der kleinen 200er hervorragend.
Hier einige Bilder meiner fertig restaurierten NSU 201 Z:
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Meine NSU 201 Z im originalen Zustand mit Chromtank im Mai 2005
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Kleine NSU 175/201/251 Z und NSU Zweitakt Typenkunde
Die Zweitakt Modellbaureihe Z entstand federführend durch NSU Chefkonstrukteur Otto Reitz. Es waren nach 29
Jahren Motorradbau bei NSU die ersten Zweitakter überhaupt. Leider ist die Zweitaktbaureihe eigentlich nur als
„Lückenbüßer“ zwischen der von Otto Reitz entwickelten Blockmodell-Baureihe, die nicht mehr dem Stand der Zeit
entsprach, und der neuen Erfolg versprechenden durch W. W. Moore geschaffenen OS/OSL-Baureihe anzusehen. Otto Reitz wurde zusammen mit seinem Assistenten Karl Bader von Moore ausschließlich für die Entwicklung der
neuen Zweitaktmodellreihe eingesetzt. Viele Details der OSL-Viertakter, wie Gabel, Räder und Getriebteile waren im
Zuge der Typenvereinheitlichung auch bei den Zweitakt-Motorrädern zu finden. Obwohl die Zweitaktmodelle von NSU
an Anspruchslosigkeit und Robustheit nichts zu wünschen übrigließen, kamen sie doch gegen die Erzeugnisse der Zschopauer DKW Werke und der Nürnberger Zündapp-Werke nicht an. Diese beiden Marken beherrschten den
Markt der Zweitaktmotorräder. Trotzdem legt die Z-Baureihe einen Grundstein für die weiteren recht erfolgreichen Zweitakt-Modell-Baureihen („Brot- und Butter-Motorräder“).
Während der Wirtschaftskrise Anfang der 30er-Jahre konnten so kostengünstige Motorräder angeboten werden. Diese Modelle trugen in der schweren Zeit mit entscheidend zum Überleben der Firma NSU bei!
Immerhin wurden bis zum Kriegsanfang etwa 90 000 NSU Zweitakt-Maschinen verkauft! Die Umsätze spielten sichzu dieser Zeit hauptsächlich in der Klasse der führerscheinfreien 200 ccm Motorräder ab.
Überblick NSU Zweitakt-Modelle ab 1930:
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Zweitaktmodell
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Bauzeit
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Ausführung/ Bemerkung
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NSU Zweitakt Prototyp
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1928
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NSU 175 Z
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1930-32
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NSU 201 Z
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1930-33
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NSU 251 Z
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1930-33
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seltenes reines Exportmodell
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NSU 175 ZD
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1933
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Zweitakt+Doppelport
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NSU 201 ZD
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1933
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Zweitakt+Doppelport
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NSU 201 ZDL
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1934
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Luxus Version der 201 ZD-Pony, 1934 (laut NSU Produktionsstammbuch 1934 keine einzige Maschine ausgeliefert!!)
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NSU 201 ZD-Pony
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1934-36
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Zweitakt+Doppelport, Sparmodell- Verchromung eingespart, komplett schwarz lackiert, gebaute Stückzahl 46420
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NSU 201 ZD-Block
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1935-40
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Zweitakt+Doppelport+Blockmotor (spätere Bezeichnung 201 ZDB), gebaute Stückzahl 34964, ab 1938 Flachkolben mit Winkelspülung
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NSU 201 ZD-Pony Block
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1936-37
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Zweitakt+Doppelport+Blockmotor (Billigversion der 201 ZDB)
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NSU Pony 100
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1937-40
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kleinstes Motorrad von NSU, einfach+schlicht, Basis bildet NSU Quick, 97 ccm/ 3,0 PS
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NSU 125 ZDB
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1940-42/43 1946-51
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quasi die RT 125 aus Neckarsulm, 123 ccm/ 4,0 PS, gebaute Stückzahl ca.34500
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Weitere umfassende Informationen über alle NSU-Zweitakter finden sich der Homepage von Klaus Andree unter www.nsu-zweitakter.de !
Prototyp 201 Z von 1928 (Quelle: NSU Renngeschichte, Herz/Reese)
Bereits im Jahre 1928 entstand ein Prototyp der NSU Zweitakt-Baureihe unter Leitung von NSU Chef-Konstrukteur Otto Reitz (1899-1982) mit einem 200 ccm
Zweitakt Motor mit Doppelport und 2 Gang Getriebe, Motor und Getriebe sind eine Einheit. Das Fahrwerk war als Doppelrohrrahmen ausgeführt und hatte einen
Einstecktank ähnlich der NSU 251 T, die Schutzbleche waren schon der späteren Serie recht ähnlich. Der Motor und der Doppelport-Auspuff erinnert ganz stark an die englische Marke Villiers.
- 175 Z Bauzeit 1930-1932, gebaute Stückzahl 4246
- Fahrgestell-Nr.
846690 – 847689 = 1930 847702 – 854008 = 1931 854009 – 856424 = 1932 Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen Z-Modellen auf der linken Rahmenseite unterhalb des Sattels..
Die Motor-Nr. befindet sich auf der rechten Seite des Motorgehäuses im vorderen Bereich des Zylinderfußes.
- erste Auslieferung 11.12.1930, erste Fg.Nr. 846690
Preis Nov. 1930: 615,- RM + 140,- RM für Schwungradbatteriezünder
50 Watt, Schlusslicht und Horn
- grundsätzlich wie 201 Z aufgebaut, siehe Seriendetails 201 Z
- Sackzylinder aus Grauguss, Kopf Kühlrippen fächerförmig, ab ca. 1932 Inlandsmodelle Zylinder mit abnehmbarem Kopf
- Leistung 4,5 PS
- BohrungxHub= 59x64 mm, Hubraum 174 ccm
- Schwungrad-Licht-Magnetzünder Fa. Ruthardt
- Auspufftopf teilweise auch aus Aluminium
- blanke Teile vernickelt
- ohne serienmäßige Beleuchtungsanlage ausgeliefert
- spezielles Exportmodell für Italien, da hier 175 er Zweitakterklasse beliebt, hierbei sogar Modell Bj. 1932 mit abnehmbarem Zylinderkopf bekannt
- Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
- 201 Z Bauzeit 1930-1933, gebaute Stückzahl 4123
- Fahrgestell-Nr.
845785 – 847697 = 1930 847698 – 853823 = 1931 854010 – 857253 = 1932 Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen Z-Modellen auf der linken Rahmenseite unterhalb des Sattels..
Die Motor-Nr. befindet sich auf der rechten Seite des Motorgehäuses im vorderen Bereich des Zylinderfußes.
- erste Auslieferung 06.11.1930, erste Fg.Nr. 845785
- 1930/31
- typisches Erkennungszeichen der Z-Modelle ist die waagerecht verrippte große Aluminium-Auspuffbirne
- Preis Nov. 1930 715,- RM + 140,- RM für Schwungradbatteriezünder 50 Watt, Schlusslicht und Horn
- Einzylinder-Zweitakt-Motor 200 ccm mit Nasenkolben, Bohrung 63x Hub 64 = Hubraum 198 ccm, abnehmbarer Leichtmetall-Zylinderkopf (Anfangs fächerförmige Anordnung Kühlrippen wie 175 Z), Gemischschmierung 1:20
- Leistung 5,0 PS
- zu Serienbeginn Vergaser Villiers Mark 2, ab Mitte 1931 wahlweise Graetzin Kf I/22 oder Amal B&B 120/0
- 3 Gang-NSU-Getriebe vom Motor getrennt, Handschaltung am Tank
- Auspuffrohr links mit Auspuffbirne am Zylinder, Auspufftopf Blech zweiteilig
- Doppel-Stahlrohrrahmen genietet und geschraubt
- Typenschild am Steuerkopf-Rahmenrohr
- Stahlblech-Pressgabel mit einer Druckfeder
- Schutzbleche halbrundes Profil, hinteres Schutzblech zweiteilig, Endstück abnehmbar
- Mittelkippständer, ab 1931 neuer geprägter Ständer
- Räder mit 40 Speichen ausgestattet
- Tank weinrot RAL 3005 mit beigen RAL 1001 Seitenfeldern, ab 1931 Tank auch verchromt + blaues Feld lieferbar, Inhalt 8 Liter, Tankemblem NSU oval, Kniekissen
- Blechprimärkettenkasten schwarz mit Zierlinien in orangerot (wie NSU Fahrräder) ca. 2,5 mm breit umlaufend der Aussenkontur folgend und kreisförmig um große kugelförmige Wölbung (Kupplung darunter)
- Werkzeugtrommel unter Sattel, war zeitweise auch komplett verchromt
- Ledersattel mit zwei Druckfedern Fabrikat Lepper
Luma Umlauf Licht-Batteriezündung,
die Anlage ist denen der DKW SB-Modelle sehr ähnlich, DKW baute diese Anlagen unter dem Namen “Luma” selbst in einem Zweigwerk (Luma Werke in
Stuttgart), weder Klemmenbezeichnungen noch Aufbau stimmen mit Bosch- oder Norisanlagen überein
- Hupe vorn unter Scheinwerfer Fabrikat IMPEX
- Rücklicht am Gepäckträger befestigt
- neue Scheinwerferbefestigung weiter unten
- blanke Teile verchromt
- Höchstgeschwindigkeit 75 km/h
- für Soziusbetrieb geeignet
- Sonderzubehör: Tacho (Vorderradantrieb) mit Gesamtzähler 25,- RM, Soziussattel Marke “Wittkop Elastic” 25,- RM, Fussraten aufklappbar Paar 6,- RM, Beinschützer Paar 11,25 RM
- 1932
- neuer Gepäckträger mit Boschhornbefestigung hinten rechts am Gepäckträger, dadurch Scheinwerfer vorn tiefer gesetzt
- geänderte Kurbelgehäuseabdichtung zur Lichtmaschine (Spritzring + Ölablauf)
- Kurbelzapfenbefestigung verstärkt
- Getreibe und Getriebegehäusedeckel verstärkt
- Räder mit 36 Speichen ausgestattet
Fahrgestell im Bereich Lenkungskopf, Vordergabelscheiden und
Widerstand der Vorderradbremse verstärkt
- geänderter Kippständer zum besseren Aufstellen der Maschine
- neuer nach oben gebogener Lenker
- Tankemblem Flügel NSU-D
- spezielles Zwischenstück Vergaser für die südlichen Länder, dadurch bessere Kühlung, Startverhalten und konstantere Temperatur am Vergaser
- 1933
- wie Modell 1932
- Tank schwarz mit verchrohmten Feldern, Tankemblem Flügel NSU-D
- Rücklicht am Nummernschildhalter des Schutzblechendstückes
- 251 Z Bauzeit 1930-1933, gebaute Stückzahl 255, absolut selten, 2007 ist eine Maschine in Östereich aufgetaucht, offensichtlich
handelt es sich dabei um ein spezielle Exportausführung
- Fahrgestell-Nr.
847432 – 853157 = 1930-1931 856922 – 856934 = 1932 859608 – 859618 = 1933
- reines Exportmodell, sonst grundsätzlich wie 175/201 Z aufgebaut
- Modell 251 Z taucht in keiner Preisliste oder Prospekt auf !?
- 250 ccm Motor, Leistung 5,5 PS, BohrungxHub = 70 x 64 mm - überquadratische Maß durch weiteres Aufbohren!!!
- Hubraum 246 ccm
- Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
- wahrscheinlich blanke Teile auch verchromt wie bei 201 Z
- die 251 Z war der hubraumstärkste Zweitakter, danach baute man bei NSU nie wieder Zweitakter mit mehr als 200 ccm Hubraum
- 175 ZD Bauzeit 1933
- Fahrgestell-Nr. 857717 – 860942 = 1933
- im Februar 1933 vor 201 ZD vorgestellt, anfangs parallel zu 201 Z angeboten, nur ca. 1/2 Jahrgebaut
- Fahrgestell wie 201 Z
- Leistung 5,5 PS
- abnehmbarer Leitmetallzylinderkopf, Kerze sitzt auf Rückseite, Bohrung 59x Hub 64, Vergaser links seitlich am Zylinder
- automatische Schmierung Primärkette
- 3 Gang-NSU-Getriebe vom Motor getrennt, Handschaltung am Tank
- zwei Auspuffrohre runde Bauform, später Fischschwänze
- Mittelkippständer verstärkt
- Satteltank schwarz mit verchromten Feldern, Tankemblem Flügel
NSU-D, Inhalt 9,5 l
- Primärabdeckung aus Blech
- Lichtbatterie-Zündanlage LUMA
- Gummi-Satteldecke Drilastik
- blanke Teile verchromt
- Lackierung tiefschwarz
- Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
- hauptsächlich als Solomaschine gefahren
- 201 ZD Bauzeit 1933
- Fahrgestell-Nr. 861199 – 862355 = 1933
- im August 1933 nach 175 Z herausgebracht, nur ca. 1/2 Jahrgebaut
- Fahrgestell wie 201 Z
Leistung 6,5 PS
- abnehmbarer Leitmetallzylinderkopf, Kerze sitzt auf Rückseite, Bohrung 63x Hub 64, Vergaser links seitlich am Zylinder
- automatische Schmierung Primärkette
- 3 Gang-NSU-Getriebe vom Motor getrennt, Handschaltung am Tank
- zwei Auspuffrohre als Fischschwänze
- Mittelkippständer verstärktSatteltank schwarz mit verchromten Feldern, Tankemblem Flügel NSU-D, Inhalt 9,5 l
- Primärabdeckung aus Blech
- Lichtbatterie-Zündanlage LUMA
- Gummi-Satteldecke Drilastik
- blanke Teile verchromt
- Lackierung tiefschwarz
- Höchstgeschwindigkeit 75 km/h
Die ZD-Baureihe hatte große thermische Probleme im Bereich des Zylinders, genaue Details sind mir leider nicht bekannt.
Aus ihr wurde dann die 201 ZD Pony- (1934-36) und ZDL-Baureihe (1934, Luxusversion der 201 ZD Pony) weiterentwickelt.


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