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Story meiner NSU 501 TS Baujahr 1930
Juli 1996 über Anzeige im MARKT gekauft, komplett mit
Betriebsanleitung und E-Katalog als Nachdruck
- Zustand war akzeptabel, da wichtige Teile vorhanden, jedoch recht unfachmännische und gebastelte Restauration
- Vorder- und Hinterrad nicht original, Vergaser falsch, Motor auf anderen Kolben mit Zwischenplatte unter Zylinderfuß umgebaut
- nach erster Inspizierung deuten einige Details darauf hin, dass die 501 TS wohl in Polen oder SU aufgebaut sein worden muss
- Versuch Maschine mit Hilfe eines erfahrenen Oldtimerfreundes zum Laufen zu bringen, scheiterte
- auf Grund der ganzen Tatsachen entschied ich mich dafür die gesamte Maschine komplett neu zu restaurieren und die fehlenden Teile zu beschaffen und nachzufertigen
- 501 TS völlig zerlegt und gesandstrahlt, danach mechanisch aufgearbeitet mit Schweiß- und Blecharbeiten, alle Teile grundiert
- Gabel war total verzogen, kalt vorsichtig auf großer Drehbank und unter Presse durch Drücken gerichtet, vermutlich hatte die 501 TS mal einen Unfall
- BOSCH Spitzscheinwerfer gegen Trommelscheinwerfer eingetauscht
- vollständige neu nachgefertigte Auspuffanlage auf Teilemarkt Hohnstein-Ernsttal bekommen
- inzwischen einen Sportsfreund mit einer toprestaurierten NSU 501 TS besucht und jede Menge Fotos und Detailaufnahmen gemacht sowie fehlende Teile abskizziert
- auf Teilemarkt in Reichenbach Vorder- und Hinterrad ergattert, gleich kurz darauf noch einen Satz 501 T/TS aus einem alten Handwagen angeboten bekommen und selbstverständlich mitgenommen
- Reservemotor von einer 501 T günstig gekauft
- original AMAL 6/015 -Vergaser mit vertikalem Befestigungsflansch eingetauscht
- neu nachgefertigte Werkzeugkästen ohne Lederklappen und Kettenschutz bei Peter Moog aus Nordhausen erworben (gute Qualität)
- diverse Fehlteile selbst angefertigt wie, Fußbremshebel, Vorderkippständer + Haltefeder, Kickstarterblattfeder, Bremsgestänge Vorderbremse
- Qualität der Chromteile derart schlecht, dass ich alle einem Freund zum neu Verchromen in Holland übergab
- Sattel neuer Lederbezug und Werkzeugkastenklappen neu in gleichem Leder bei Spezi Horst Geilsdorf anfertigen lassen
- Winter 2003/2004: Der Motor wird komplett überholt.
Die Kurbelwelle ist bereits neugelagert und kann so verwendet werden.
Ich ordere bei Winfried Schneider einen neuen Übermaßkolben und der Zylinder wird entsprechend neu geschliffen. Weiterhin erhält
der Zylinder neue Ventile mit Übermaßschaft. Die Laufbahmen der Ventilstößel sind eingelaufen, müssen nacherodiert und anschließend nitriergehärtet werden.
Die Alugehäuseteile werden gereinigt, mit Glasperlen gestrahlt und mit Stahlwolle in super Optik gebracht.
Alle Lager werden erneuert. Die Abdichtung der Kupplung wird auf einen modernen Wellendichtring umgebaut (siehe Umbauanleitung).
Auch die Kupplung wird mit neuen für nassen und trockenen Einsatz geeignete Belägen versehen.
Natürlich ist das Kickstartergehäuse kurz und klein. Ersatz kommt von Egbert Amon. Alle Lagerbolzen- und -buchsen für den Kickstartermechanismus werden neu angefertigt.
Der Vergaser kommt von AMAL Type M 6/015. Sein Zustand ist brauchbar. Lediglich der kleine Luftschieber muss nachgefertigt, eine
neue 120er Hauptdüse, Schwimmer und Schwimmernadel beschafft werden. Zwar gehört an die Serie 6 der alte AMAC Messingvergaser dran, aber ich bin froh, den intakten AMAL gefunden zu haben.
- Der Bosch Zündlichtmagnet D1A wird überholt: Zündanker erhält bei Fa. Laubersheimer eine neue Wicklung, alles wird gereinigt und
glasperlgestrahlt, das Lagerspiel wird neu eingestellt, der Stromabnehmer wird erneuert und zum Schluss wurde der Magnet bei
einem NSU-Freund aufmagnetisiert. Ein anschließender Probelauf zeigte an der Messfunkenstrecke einen super Funken. Auch die Funktion der Lichtmaschine ist in Ordnung.
- Herbst 2004: Die Maschine wird erstmal im Rohzustand komplett zusammengebaut, um sicher sein, dass alle Teile optimal passen.
Nichts ist ärgerlicher als im lackierten Zustand irgendwelche Nacharbeiten durchzuführen!
Die Lagerungen der Vordergabel werden komplett erneuert, was sehr aufwendig ist. Dazu werden die Bohrungen/Führungen mit einer
speziell angefertigten extralangen Reibahle mit Durchmesser 13,5 mm auf der Drehmaschine durchgerieben. Danach werden die vier
neuen Lagerbolzen aus Silberstahl angefertigt. Bei den Reibungsdämpfern komplettiere ich alle Einzelteile neu.
Die alten Lenkkopflager sind eingelaufen und werden auf BMW Kegelrollenlager umgebaut (siehe Umbauanleitung).
- Der Tankeinfüllstutzen wird wieder in den originalen Zustand mit neuem Deckel, Blattfeder und Druckpin zurückgebaut.
- Das Hinterrad wird neu eingespeicht, die vier Löcher für die Antriebsmitnehmer um 45° versetzt neu gebohrt. Im Hinterradantrieb
werden acht neue selbstangefertigte Ruckdämpfergummis eingebaut. Zum Glück sind am Vorderrad keine weiteren Arbeiten
erforderlich. Lediglich werden die Radlager durch moderne Rillenkugellager ersetzt (Umbautips siehe Schrauberseite). Die Räder
werden schon mal vorab grundiert, dann schwarz lackiert und neue Reifen 19x4,00 montiert. Die breiteren Reifen sehen einfach besser aus. Während dessen erhielten die Bremsbacken auch neu aufgeklebte Beläge.
- Diverse Kleinteile werden nachgefertigt oder als Nachbau gekauft. Einige von ihnen gehen zum Verchromen weg.
- An den Blechteilen wie Schutzbleche und Kettenschutz muss ich diverse Risse und Löcher schweißen und hart löten.
- Die hintere Tankbefestigung, die gleichzeitig Lagerung für den Fahrersattel vorn ist wird aufgearbeitet. Die ausgearbeiteten Löcher
werden zugeschweißt und neu bebohrt. Das Sattellager erhält zwei neue Lagerrollen.
- Als Nächstes sind die ganzen neu verchromten Lenkerarmaturen mit der Überarbeitung dran.
- alle Schrauben erhalten Ersatz durch neue aus Edelstahl, natürlich wird die Schrift auf dem Kopf abgedreht
- Für die Trittbretter drehe ich neue Stehbolzen und der Anbau von Fußbrems- und -kupplungshebel kann erfolgen
- Der nachgefertigte Bosch-Trommelscheinwerfer muss angepasst werden und erhält einen eigenen Abblendschalter.
- Nachdem nun alles ganz gut zu passen scheint kann ich, wenn der Frühling naht, mit den Grundier- und Schleifarbeiten fortfahren
- Im Anschluss daran erfolgt die Lackierung in tiefschwarz RAL 9005. Die Seitenfelder des Tankes werden in capriblau RAL 5019
ausgeführt und erhalten umlaufende eine dünne rotorange Zierlinie. Das “NSU im Hirschhorn” wird den Tank als Emblem zieren.
- Der Zusammenbau soll im Mai erfolgen. Dann müssen noch alle Bowdenzüge und Elektroleitungen angefertigt werden.
- Am 3. Juni 2005 war es dann endlich soweit, der erste Probstart: Es war einfach unglaublich die dicke 500er sprang auf den ersten
Tritt sofort an. Nachdem ich den Motor erstmal 20 Minuten im Stand laufen ließ und dabei Schmierung sowie Vergasereinstellung
prüfte, stand einer ersten kleinen Probefahrt im Dorf nichts im Wege. Unglaublich wie kraftvoll die Maschine das Gas annahm und
loslegte. Leider endete die erste Probefahrt damit, dass die Maschine ausging, nicht mehr ansprang und ich sie heimschieben
musste. Das Problem war aber schnell gefunden. Der Mitnehmer am Zündmagneten hatte sich auf dem Konus gelockert, somit
stimmte die Zündung nicht mehr. Danach war alles wieder in Ordnung. Inzwischen habe ich bis Ende September über 1200 Kilometer
mit meiner 501 TS zurückgelegt. Es ist meine neue “Lieblingsmaschine” geworden. Die Maschine fährt sich absolut unproblematisch
und leicht für immerhin fast 200 kg Eigengewicht. Man kann sie total schaltfaul fahren, das Drehmoment ist einfach klasse wenn ich
längere Steigungen befahre. Und dieser tolle tiefe Viertaktsound ist nicht verkennbar. Der Motor dürfte inzwischen auch eingefahren
sein. Auf der Geraden sind ohne Probleme fast 100 km/h kein Problem, jedoch vibriert dabei die Maschine schon ganz schön. Am angenehmsten lässt sie sich mit ca. 80 km/h fahren.
- Die Teilnahme am diesjährigen 6. NSU-Blockmodelltreffen am 4. September 2005 war dann der nächste Höhepunkt.
- Im Winter werde ich noch einige Details optimieren und verbessern.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass die 501 TS ein phantastischer Motorrad-Oldtimer ist und ich damit noch sehr lange meinen Spass und Freude haben werde!
Die Restauration war jedoch sehr “dornenreich” und aufwendig, weil ich mir Perfektion und Originaltreue als Ziel gesetzt habe.
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Stand der Restauration Ende Januar 2005:
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Juni 2005 - die NSU 501 TS ist endlich fertig
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Die 501 TS sprang auf den ersten Tritt an! Der stolze Besitzer!
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NSU- Blockmodelltreffen 2005
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Kleine 501/601 T/TS Typenkunde mit 501 T, 501 L und 501 S
noch detaillierter und genauer!!!
In Fachkreisen wird die 500/600 er Touren-Blockbaureihe von NSU auch liebevoll als „Neckarsulmer Traktor“ bezeichnet. Das ist nicht
negativ zu werten, denn die Modelle zeichneten sich durch hohe Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Robustheit und Langlebigkeit aus.
Sie waren als Lastesel mit Seitenwagen bei Handwerkern, Gewerbetreibenden und Behörden beliebt und das typische deutsche
Gebrauchsmotorrad jener Zeit. Die 500/600 er Blockbaureihe ist federführend durch den damaligen NSU-Chefkonstrukteur Otto Reitz
(1899-1982) entstanden und erschien im Frühjahr 1927 mit der 501 T. Grundlage für die NSU 501 TS bildet die von 1927 bis 29 in einer
Stückzahl von 13605 gebaute 501 T. Das Fahrwerk, die Blechteile und Motor sind weitestgehend identisch. Jedoch hat die 501 TS einen
neuen Satteltank mit anfangs integriertem Tacho, der Rahmen hat nur noch ein Oberrohr unter dem Tank und einen tiefer liegenden neuen
Schwingsattel. Die Vorstellung der 501 TS erfolgte bereits Ende 1929 seltsamer weise als 501 T.
Es gab auch 1930 den einzigen Prototypen eines offenen Dreirad- Wagens, welcher von Ingenieur Neimann (durch DKW-
Gummibandfederung RT 100/125 bekannt) konstruiert und gebaut wurde. Dieses Dreirad besaß als Antriebsaggregat einen Motor der 501 TS
mit Kettenantrieb auf das Hinterrad. Als Kickstarter diente ein zweistufiges Kettengetriebe. Im Herbst 1930 führte Ingenieur Neimann auf dem
Nürburgring damit persönlich Testfahrten durch. Zur Serie kam es leider nicht.
Hier ein Auszug aus einem Testbericht aus “Das Motorrad” 25/1957 zur Beschreibung der NSU 501 TS, die ich absolut treffend finde:
“Im letzten Veteranen-Test (13/57) hatte ich es mit einer NSU 501 TS zu tun, der dicken sv-500er von 1928-1937, dem unverwüstlichsten aller Motorräder, dem Bulldog unter den
Gespannmaschinen, bekannteste Vertreterin eines Bauprinzips, das bei uns einst als die Vollendung dessen galt, was man für den Alltag brauchte. Dieser Bumm-Bumm-Motor,
Drehmomentkurve flach wie der Tafelberg, nimmt schnell, aber stetig, und rau. Vom Antreten (der Rückschlag befördert einen mittelgroßen Mitteleuropäer klaglos in den ersten Stock von Omas
kleinem Häuschen) bis zum harten Schlag des Einzylinders weiß man, dass das eine Maschine für Männer ist, knorrig und noch ein Zeuge aus der Urzeit des Motorrades. Und doch lehrte sie mich,
der ich Anno 28 noch nicht ans ABC dachte, dass man damals wie selbstverständlich die Solidität einer alten Ritterburg bot, dass ein solches Motorrad nach 25 Jahren noch geht wie am ersten Tage
und dass man tatsächlich ein Motorrad bauen kann, bei dem man mit dem Bordwerkzeug bis zur Kurbelwelle durchkommt und das man einfältig und ohne Mikrometerblick zerlegen und wieder
zusammenbauen kann. Ohne Primärkette, Anno 28! Und ohne fliegende Ölleitungen. Das war schon was.”
Überblick der 500/600 ccm Blockmodelle:
501 T Bauzeit 1927-1929,gebaute Stückzahl 13605
- Fahrgestell-Nr. 477987 – 834022 = 1927-1929
Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen 500/ 600er Blockmodellen auf der linken Seite des Steuerkopfes.
Die Motor-Nr. befindet sich mittig auf der linken Seite des Motorgehäuses am Rand zur Dichtfläche des “Bananendeckels”.
Vorgeschichte zur Entstehung der NSU 501 T
- Dezember 1924 Berliner Ausstellung
Dr. Karl Schwarz und Otto Reitz sehen hier ein Motorrad, welches ihren Vorstellungen eines alltagstauglichen Gebrauchsmotorrades
entspricht. Es ist das D-Rad R 0/4, das sich rasch zu einem Verkaufsschlager entwickelt.
- Anfang 1925 1. Prototyp

Schwarz und Reitz sind vom D-Rad R 0/4 so begeistert und beginnen nach diesem Vorbild mit ersten Überlegungen und Konstruktionen für ein 500er SV-Motorrad mit Blockmotor. Ziel ist auch eine moderne
rationelle Fertigung vom Fließband. Daten des ersten Prototypen: Bohrung 80 x Hub 99 = 494 ccm, 9 - 10 PS Pallas Vergaser Zündmagnet hinter Zylinder 3 Gang Getriebe
Getriebeausgang + Kickstarter rechts Schaltung über Gestänge vom Tank Rohrrahmen einzügig Stecktank VR Gabel mit 2 Federn wie V-Modelle Vorder- + Hinterrad Halbnabenbremsen, hinten links
Wulstreifen 27x3,5” Tourenkotflügel Alu-Trittbretter Mittelständer Die Technik dieses Prototypen wirkte kompakt und aufgeräumt.
Denoch überzeugt die Konstruktion noch nicht. Schwarz und Reitz werfen alles über den Haufen und beginnen von vorn. Diesmal in
starker Anlehnung an das Vorbild dem D-Rad R 0/4, welches inzwischen ca. 75% der Neuzulassungen hat. Das Motorrad überzeugt
durch Rubustheit, Stabilität und einen unempfindlichen Motor. Diese Vorzüge unterstreicht auch die Fernfahrt Berlin - Kairo - Berlin im Winter 1927/28.
- 1926 Vorserie und Messemodelle

Zur Berliner Ausstellung am 29.10.1926 ist das neue NSU 500er Einzylinder Tourenmodell fertig und die Attraktion am Messestand. Es is nach modernen Gesichtspunkten konstruiert und das
Erscheinungsbild eines deutschen Gebrauchsmotorrades. Erkennungsmerkmale Serie 1: Bezeichnung BT/1 Doppelschleifenrahmen wuchtiger Blockmotor Gewicht 185 kg, vmax 90 km/h
Zahnradkaskade mit Novotexrad zur Dämpfung hin zum Zündmagneten Vergaser AMAC PJ15 Motor von O. Reitz so konstruiert, dass fast alle Arbeiten am Motor im eingebauten zustand möglich sind
Wittkopp- Muldensattel mit Zugfedern Bezeichnung lt. Prospekt 1926 “Touren-Modell B” oder 4 PS / 1-Zylinder kein Auspufftopf, nur durchgehendes Rohr am Ende zusammengedrückt
Werkzeugkästen nicht so kantig, sondern abgerundetere Form Schutzbleche noch nicht an den Seiten soweit geschlossen Tankemblem NSU-Rosette (Quelle zu Vorgeschichte: Klaus Arth, “NSU Motorräder 1900 - 1945”)
1927 Serie 2
- Im Januar 1927 beginnt die Serienauslieferung
- Die ersten 10 Modelle wurden nicht einheitlich ausgeführt, Unterschiede beim Vergaser und Motor Kleingkeiten
- Anlaufprobleme bei Fertigung, reguläre Fertigung ab April 1927, täglich ca. 40 Maschinen, Start Fließbandfertigung
- Modellbezeichnung BT/1
- stehender NSU Einzylinder-Viertaktmotor mit Leichtmetallkolben seitengesteuert (sv), BohrungxHub = 80x99 mm, Hubraum 494 ccm
- Sackzylinder, Kolben mit gewölten Boden, ohne Ölreiber, Kontrollstößel für Öldruck, 3 Gang Getriebe, Hand- und Fußkupplung, Bremsleistung 11 PS
- Zahnradölpumpe mit kombinierter Schleuderschmierung durch Warze am Außenumfang der Kurbelwellenwange - diese Warze taucht
in kleinen Napf unterhalb, welcher von der Zahnradölpumpe mit Öl randvoll gehalten wird, Pleuelhubzapfen ist nicht direkt geschmiert,
Öltank im Motor integriert ca. 2 Liter, Öleinfüllöffnung und Ölmessstab oben auf Motorblock hinter Zylinder
- Kühlrippen unten am Motorgehäuse im Bereich der Ölwanne
- Ventile nicht gekapselt, Ventilstößel Unterseite tellerförmig, Ventilausheber als Zylindernocken direkt am Auslassventil
- Handschalthebel am Motorblock
- Bosch Magnetzünder FF 1 A oder wahlweise Bosch Lichtmagnetzünder C1B
- AMAC Vergaser PJ 15 mit Flanschanschluss (Zerstäubervergaser ohne Nadel)
- Mehrscheiben Trocken Lamellen Kupplung
- Parallelogramm-Gabel mit Federungsdämfer
- Versteifungsstrebe v-förmig zwischen Zylinderkopf und Rahmen
viele Fahrwerksdetails ähnlich wie spätere TS Modelle (siehe TS)
- am Gepäckträger zwei seitliche Werkzeugkästen mit Lederklappen verschlossen
- Spindellenker (wie bei Fahrrad befestigt), kein Lenkungsdämpfer
- Sattel Fabrikat Lepper, schalenförmig als Blechpfanne ausgeführt mit Zugfedern
- alle blanken Teile vernickelt
- alle Teile schwarz RAL 9005 lackiert, nur Tank mit Goldlinien verziert, Tankemblem NSU oval, Tankeinfüllstutzen vor vorderem Rahmensteg, auf Sonderwunsch gab es auch ovale NSU-Kniekissen
- Auspuff rund zigarrenförmig aus Blech schwarz
- Trittbretter aus Aluminium
- Wulstreifen 27 x 3,50, Hinterrad mit Steckachse
- Tankinhalt: ca. 12 l, Tankeinfüllöffnung vor vorderer Rahmenstrebe
- Leergewicht: ca.148 kg
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 100 km/h
- Schutzbleche vorn und hinten im Profil aus drei Teilen, eingesetzte Seitenteile, teilweise frühere Serien im Profil auch aus einem Stück, Schutzblech hinten einteilig ohne abnehmbares Endstück
- Drahtreifen 26x3,50 mit Tiefbettfelgen 3x19 (Ende 1927), erste Ausführung kurzzeitig Felgen ohne Hohlkammern, zweite Ausführung Felgen mit Hohlkammern
- Scheinwerferbefestigungshalter an untere Schrauben der Gabelfedern mit befestigt, optional für Karbid- oder Elektroscheinwerfer
- Juli 1927 neue Modellbezeichnung 501 T
- 1928 Serie 3
- abnehmbarer Zylinderkopf, Kolben mit flachem Boden, auch teilweise noch Anfangs mit altem Motorgehäuse ohne einstellbare Zylinder-Zusatzschmierungaus aus Serie 1 und 2 ausgliefert (wurden aufgebraucht)
- Ventile gekapselt
- Kühlrippen unten am Motorgehäuse entfallen (Ende 1928)
neu “Ölreiber” - einstellbare Zylinder-Zusatzschmierung
- AMAC Vergaser MD 15 mit Flanschanschluss und seitlichen Luftsschieber
- Auspuff rund zigarrenförmig aus Blech, teilweise auch Blech schräg verrippt (ähnlich 201 T)
- BOSCH Licht-Magnetzünder D1 RS21
- BOSCH Trommelscheinwerfer Typ TS150/2a 108, Scheinwerferbefestigungshalter an unteren Schrauben der Gabelfedern mit befestigt
- BOSCH Trichterhupe FD 6 A
- neuer verstellbarer Lenker, Befestigung mit zwei Klemmschellen, teilweise auch schon mit Lenkungsdämpfer
- Tankeinfüllstutzen zwischen den Rahmenstegen weiter hinten
- neuer Sattel noch mit zwei Zugfedern
- 1929 Serie 4 Fortsetzung siehe bei Serie 5 NSU 501 TS
- Preis Juli 1929 Solo 1095,- RM, mit Seitenwagen 1470,- RM, Solo mit elektrischer Bosch Zünd-Lichtanlage + Schlusslicht + Boschhorn 1285,- RM, NSU Phaeton-Seitenwagen einzeln 375,- RM
- Luftfilter 80/S2 (zylinderförmige Form mit Einlasslamellen)
- Sattel mit zwei Druckfedern, Wittkop-Elastic-Sattel mit Sportkante
- Tankemblem NSU oval
- größerer Tankeinfüllstutzen, Tankdeckel nur aufgelegt und mit Federspange geklemmt
- einstellbarer Klemmlenker mit Lenkungsdämpfer (Aluhandrad, anfangs teilweise auch Flügelkopf wie 501 S) serienmäßig
- Hinterradkotflügel zweiteilig mit abnehmbarem Endstück
- Drahtreifen 26x3,50 mit Tiefbettfelgen 3x19 serienmäßig
- ab Februar neuer Leichtmetall-Schalldäpfer mit 6 waagerechten Rippen, teilweise auch Blech schräg
verrippt (ähnlich 201 T) nur ganz kurz
- Mitte 1929 Seitenfelder tank rot oder kornblumenblau mit Zierlienien
Sonderzubehör siehe 501 TS 1930 Serie 1
- das Behördenmodell für die Reichspost war komplett gelb (honiggelb
RAL 1005) lackiert und der Tank hatte auf den Seitenfeldern die Aufschrift “Reichspost”
- 1930
- Einführung der neuen Satteltankmodelle 501 TS zum Jahreswechsel 1929/30. Die 501 T/L Modelle bleiben vorerst noch im Programm.
- Die 501 T wurde auch noch bis Ende 1930 parallel zur 501 TS angeboten, in der Preisliste Nr.472 von 1930 ist sie noch enthalten, ich kenne eine im Dezember 1930 gekaufte zugelassene 501 T,
scheinbar wurden diese noch aus Lagerbeständen auf besonderen Kundenwunsch gebaut
- gemischter Verbau von Chrom- und Nickelteilen
- 1929 Sondermodell 501 L
- Als Sondermodelle mit allem Luxus wurden im Juni 1929 in einer Extra-Serie die Modelle 301 L und 501 L vorgestellt. Selbst den dazu passenden Seitenwagen in silberner Lackierung und Chrom-Optik bot NSU an.
Das Motorrad war im Volksmund auch unter dem Namen “Jubiläumsmodell” bekannt. Es kam im Spätsommer 1929 um den Ausverkauf der 501 T zu beschleunigen.
- Preis 1929 1335,- RM
- Luxusausführung der 501 T, L steht für Luxus
- Ausführung sonst wie 501 T 1929 Serie 4, jedoch sämtliche
Sonderzubehörteile (Bosch Licht, Horn, Tacho) serienmäßig
eingebaut, Tank, Felgen, Speichen, Fußkupplungs-, Fußbremshebel, Sattelgestell und Sattelfedern vernickelt, reichhaltigere Vernickelung von Kleinteilen als Standard-Modell
- Tank vernickelt mit seitlichen Feldern kornblumenblau mit Linien abgesetzt und ovale
Kniekissen, Tankemblem NSU oval
Wittkop-Elastic-Sattel aus Echtleder mit Sportkante und mit zwei
Druckfedern
- Drehgasgriff
- in Tank eingebauter Tachometer vor vorderer Rahmenstrebe
- Leichtmetall-Schalldämpfer mit 6 waagerechten Rippen
- Schutzbleche wie 501 TS, Schutzbleche vorn und hinten im Profil aus einem Stück, keine eingesetzten Seitenteile wie bei 501 T, nicht so tief nach Innen gezogen, hinteres Schutzblechendstückabnehmbar
- Einführung der neuen Satteltankmodelle 501 TS zum Jahreswechsel 1929/30. Die 501 T/L Modelle bleiben vorerst noch im Programm.
501 S Bauzeit 1928-1930, gebaute Stückzahl 1002
- Fahrgestell-Nr. 494845 – 835817 = 1928-1930

- S steht für Sport
- sportliche Ausführung der 500er Blockmodelle, wurde in Anknüpfung an NSU 251 S und 250er Werksrennmaschinen und auf Basis der 500er sv Blockmodelle entwickelt
- Preis Juli 1929 1150,- RM
- stehender NSU Einzylinder-Viertaktmotor mit Leichtmetallkolben ohv, BohrungxHub=80x99 mm, Hubraum 494 ccm
- Leistung 16 PS bei 4400 U/min, später 18 PS bei 4600 U/min
- Verdichtung mit Blechen zwischen Zylinderfuß und Motorgehäuse veränderbar
- offener abnehmbarer Grauguss-Zylinderkopf
- Bosch Magnetzünder FF 1 A
- Fahrwerk und sonstige Details wie 501 T Baujahr 1928
- Tank Unterseite mit Aussparung für Zylinderkopf
- verstellbare Fußrasten an der hinteren Motorbefestigung
- Lenkungsdämpfer, verstellbar mit Flügelkopf
- Lenkerklemmstücke an oberes hinteres Gabellager fest integriert
- Auspuff rund zigarrenförmig aus Blech, ab 1929 Leichtmetall-
Schalldämpfer mit 6 waagerechten Rippen
- kein Fußkupplungshebel
- Gewicht: ca: 158 kg
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 120 km/h
501 TS
Bauzeit 1930-1936, gebaute Stückzahl 2738
- Fahrgestell-Nr. 834051 – 853460 = 1930-1931
854144 – 857360 = 1932
857425 – 859803 = 1933
864936 – 884489 = 1934
884528 – 1008976 = 1935
1008977 – 1036833 = 1936
Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen 500/ 600er Blockmodellen auf der linken Seite des Steuerkopfes. Die Motor-Nr. befindet sich mittig auf der linken Seite des
Motorgehäuses am Rand zur Dichtfläche des “Bananendeckels”.
- TS steht für T = Touren und S = Satteltank
- 1930 Serie 5 (Vorstellung) Fortsetzung Seriennummerierung von Modell NSU 501 T
- Einführung der neuen Satteltankmodelle 501 TS zum Jahreswechsel 1929/30. Die 501 T/L Modelle bleiben vorerst noch im Programm.
- die ersten Modelle der NSU 501 TS wurden im Prospekt von 1930
noch als “501 T” bezeichnet (siehe Farbbild oben)
- Preis 1930 1195,- RM + 190,- RM für Licht+ Tacho und Horn, eine NSU-Seitenwagen konnte als original Zubehör für 375,- RM mitbestellt werden
- Handschalthebel am Motor
- Öleinfüllstutzen + Ölmessstab hinter Zylinder wie 501 T
- Ventile am Motor gekapselt
- Kupplungsinnenkorb durch Mitnehmerklauen und 4 Senkskopfchrauben M5 auf Nabe befestigt
- Vergaser AMAC 6/015 (MD15)
- Zylinderkopf mit 6 Schrauben M12 befestigt, über gesamte Bauzeit
- Tank 13 l Inhalt, ultramarinblaublau RAL 5002 mit gelber Linie aussen die mit schmalen schwarzen Linien beidseitig eingefasst ist,
keine Kniekissen, Tankemblem NSU im Hirschhorn, Tacho im Tank eingebaut, Tankdeckel nur aufgelegt und mit Federbügel verschlossen
- Typenschild am Steuerkopf-Rahmenrohr
- einstellbarer Klemmlenker mit Lenkungsdämpfer (Aluhandrad) serienmäßig wie 501 T Serie 4
Tachoantrieb am Hinterrad
- alter hinten spitzer Gepäckträger und eckigen Werkzeugkästen mit zwei Riemen senkrecht (wie 501 T)
- Gasbetätigung am Lenker durch Doppelhebel
- Auspufftopf aus Blech gepresst schwarz, abnehmbarer Fischschwanz
- alle blanken Teile vernickelt
- BOSCH Trommelscheinwerfer Typ TS150/2a 108
- Scheinwerferbefestigungshalter als Brücke ausgeführt und an vordere Gabelrohre geklemmt
- BOSCH Licht-Magnetzünder D1A RS21
- BOSCH Trichterhupe FD 6 A
- Räder vorn und hinten 48 Speichen (Anzahl Speichen über ganze Bauzeit gleich), Tiefbettfelgen mit Drahtbereifung 3,50x19“
- Vorderbremsbetätigung über Kombination Gestänge und Seilzug wie 501 T
- Schutzbleche vorn und hinten im Profil aus einem Stück, keine eingesetzten Seitenteile, nicht so tief nach Innen gezogen, hinteres Schutzblechendstück abnehmbar
- Sattel Marke Wittkop mit Sportkante
- für die 500er Modelle lieferte NSU auch einen speziellen NSU Phaeton Seitenwagen mit Ballon Drahtbereifung 26x3,50, das Fahrwerk
stellte NSU selbst her und das Boot kam von Fa. Royal in München, auf Wunsch konnten auch Boote anderer Hersteller auf dieses
Fahrwerk montiert werden, Standardausstattung 375 RM,-, Luxusausstattung 415,- RM, eine Schutzdecke für die Insassen war für 15,- RM erhältlich
- für Seitenwagenbetrieb wurde der reguläre 42-zähnige Zahnkranz des Hinterrades gegen eines mit 46 Zähnen ausgetauscht, Preis 27,- RM, elektrische Seitenwagenlampe 15,- RM, Windschutzscheibe 30,- RM
- Sonderzubehör: Soziussattel Marke “Wittkop Elastic” 25,- RM, Beinschützer Paar 12,50 RM, Fußraten “Roma” aufklappbar Paar 8,50 oder “NSU” aufklappbar Paar 10,- RM
- 1930 Serie 6
Öleinfüllstutzen mit herausschraubbarem Ölmessstab am Motor linke
Seite vorn unten
- geänderte Lackierung, Tankseitenfelder rot oder blau (capriblau RAL 5019 - Sonderwunsch) mit orangeroten Zierlinien, sonst alles tiefschwarz RAL 9005 ohne jegliche Zierlinien; aufwendige Lackierung
aus Serie 5 war wohl den hohen Kosten zu Opfer gefallen
- ab Motor Nr. 129 000 Ausspülloch oben im Kupplungsgehäuse
- 1930 Serie 7 (ab ca. Mitte 1930)
- Tachoantrieb am Getriebeausgang
- neue Ölregulierung für Kurbelwellenschmierung, Steuer- und Kurbelgehäusedeckel geändert, Steuergehäuseentlüftung zum Kettenritzel mit Membranventil, unten kürzer und leicht schräg nach hinten geneigt
- Tank Lackierung wie Serie 6, Gummikniekissen, neue Tankembleme NSU oval, Tankdeckel mit Bajonettverschluss
- kurzer Schalthebel am Tank
- Drehgasgriff
- neuer Gepäckträger, hinten runde Form
- neue Vorderradnabe (Blechpressteil, breitere Bremsen), neue Bremsankerplatte (Form wie 501 OS)
- neue Vordergabel, Vorderbremsbetätigung nur über Seilzug, Gegenhalter unten an Gabel
- neue gebogenere Lenkstange
- Kronprinz-Sicherheitsfelgen 19x3 Tiefbett
- Änderung Kupplungsinnenkorb, nun mit 6 Bundschrauben auf Nabe befestigt
- auf Wunsch wurden auch Fußraster statt Fußbrettern vorn für 5,- RM geliefert, Befestigung an bogenförmigen Flachstahl, welche an den Bolzenanschraubpunkten der Fußtrittbretter befestigt sind
- Ende 1930 neuer Scheinwerfer BOSCH AS 31 (Parabel-Form, Knebelschalter hinten, zentrale Befestigung von unten)
- blanke Teile verchromt
- 1931 (ab hier Nummer für Serienzuordnung sehr schwer nachvollziehbar)
- Preis komplett 1275,- RM
- blanke Teile verchromt
- ab März Werkzeugkästen rechteckige Form mit Blechdeckeln statt Lederklappen
- Typenschild am Rahmenrohr links unter Sattel ab 01.03.1931
1932 (Serie 8)
- Tank verchromt, neue Tankembleme NSU-D, Tankdeckel mit Bajonettverschlußhebel, Tacho im Tank
- neuer Gepäckträger (OSL) als Gepäckbrücke auf Schutzblechstreben, neue Werkzeugkästen groß wie OSL-Typen, 2 Verschlussriemen senkrecht
- Lenker geschwungener, neues Stellrad Lenkungsdämpfer wie OSL verchromt aus Blech
- verstärkte Gabelfedern für Reichswehr und auf Sonderwunsch
- neue BOSCH Hupe FD 6CS 13 (ohne Trichter)
- Auspufftopf aus Blech gepresst, teilweise auch komplett verchromt, mit abnehmbarem Fischschwanz
- 1933
- ab Juli Umstellung BOSCH Lichtbatteriezünder B 145 RS 38 rechtslaufend, ab FG Nr. 853 459
- Vorderrradschutzblech leicht modifiziert, Kennzeichenhalter kurz, Haltestreben außen befestigt
- Vergaser AMAL 6/015 oder Grätzin Ke 26
- Bucher Luftfilter (zusätzliche seitliche Ansauglöcherauf Umfang)
- verstärkte Kupplungsfeder mit echteckigem Querschnitt
- 1934
- kürzere Alutrittbretter über Kurbelhebel höhen- und neigungsverstellbar, auf Sonderwunsch Trittbretter aus Riffelblech
- Vorderrad und Hinterrad mit Dickendspeichen
- neue Hinterradnabe
- neue Ölregulierung für Kurbelwellenzapfen ab Motor Nr. 185 361
- verstärktes Pleuel mit doppel-t-förmigen Querschnitt ab Motor Nr. 179 204
- neuer Tank mit Dehverschluss und geprägten Seitenfeldern teilweise in Chrom ähnlich 201 OSL, Tankemblem NSU-D Flügel, Tacho nicht mehr im Tank (Ende 1934)
- Handrad Lenkungsdämpfer als Blechformteil
- Antriebszahnrad für Zündmagnet mit langen Mitnehmerklauen versehen ab Motor-Nr. 181488 501 TS, ab Motor-Nr. 179630 601 TS
- 1935
- Motorleistung auf 12,5 PS erhöht, neuer Zylinderkopf
- neuer oberer Kettenschutz mit langem Bogen und zusätzlicher unterer Kettenschutz
Tachoantrieb an Vorderrad, Tacho link an Vordergabel befestigt, dafür
neue Vordergabel mit Befestigungsauge
- geteilte Benzinleitung mit Gummischlauch
- Ölmessstab für Motoröl in Verschlussdeckel mit integriert
- Knecht Luftfilter
- Viergang-Getriebe (August 1935)
- neuer Sattel Marke Wittkop, höhere Sportkante, hinten seitlich nicht mehr so tief nach unten gezogene Satteldecke (Ende 1935)
- neuer Tank blasenförmig, keine geprägten Seitenfelder, Tankemblem “NSU-D Flügel”, ab 38 “NSU Flügel”, Schraubverschluss wie OSL, Inhalt 13 Liter (Ende 1935)
- 1936
- neuer Bosch Scheinwerfer EAS 150x2D31 8R mit zentraler Befestigung von unten, Scheinwerferbefestigungshalter als Brücke ausgeführt und an vordere Gabelrohre geklemmt
- verstärkter Hauptständer
- 501 TS läuft mangels Nachfrage Ende 1936 aus, teilweise wurden noch Modelle bis 1937 ausgeliefert
601 TS
Bauzeit 1930-1939, gebaute Stückzahl 6952
Die NSU 601 TS wurde hauptsächlich im Gespannbetrieb von Handwerkern und Gewerbetreibenden als “Lastesel” gefahren. Weiterhin fuhren auch viele Behörden wie z.B. Reichspost, -wehr und Polizei die 601 TS.
Das Exportmodell für die türkische Armee 1935 - 37 hatte abweichend von der Serie eine Bohrung von 88,0 mm (Serie 87,5 mm = Hubraum 592 ccm) was einen Hubraum von 601 ccm ergibt. Es
wurde in RAL 7021 dunkelgrau (panzergrau) wie Reichswehr ausgeliefert. Einige Modelle wurden mit Seitenwagen Royal Typ 285 ausgeliefert.
- Fahrgestell-Nr. 843425 – 853659 = 1930-1931
854343 – 857373 = 1932
857425 – 859501 = 1933
865326 – 884487 = 1934
884532 – 1008976 = 1935
1008977 – 1036833 = 1936
1036834 – 1065358 = 1937
1065359 – 1104169 = 1938
1106351 – 1131440 = 1939
Die Fahrgestell-Nr. befindet sich bei allen 500/ 600er Blockmodellen auf der linken Seite des Steuerkopfes.
Die Motor-Nr. befindet sich mittig auf der linken Seite des Motorgehäuses am Rand zur Dichtfläche des “Bananendeckels”.
- 1. Maschine 601 TS am 26.08.1930 mit FG Nr. 843 700 nach Wien ausgeliefert
- Fahrwerk und Ausführung entspricht exakt dem der 501 TS, deshalb nur Auflistung abweichender Merkmale
- Motor, Hubraum 592 ccm, Leistung 14 PS, Motorgehäuse hat größere Zylinderfußbohrung
- andere Zylinder Bohrung 87,5 mm, Zylinder hat insgesamt großflächigere Kühlrippen speziell im Bereich Auspuff, anderer Zylinderkopf mit
größeren Kühlrippen und leicht nach links geneigter Zündkerze, Vergaser leicht schräg nach rechts außen geneigt
- Befestigung Auspuffrohr nicht mit Lasche am Zylinderkopf wie 501 TS, sondern von Auspuffrohr-Rückseite an oberer vorderer Motorbefestigungsschraube, Zylinderkopf mit 6 Schrauben M12 befestigt
- Preis 1931 komplett 1195,- RM, mit elektrischer Bosch Zünd-Lichtanlage+Schlusslicht+Boschhorn 1375,- RM
- Sonderzubehör: Tacho (Hinterradantrieb) mit Tageszähler 55,- RM und mit elektrischer Beleuchtung 65,- RM, Soziussattel Marke “Wittkop Elastic” 25,- RM, Beinschützer Paar 12,50 RM, Fußraten
“Roma” aufklappbar Paar 8,50 oder “NSU” aufklappbar Paar 10,-
- auf Wunsch wurden auch Fußraster statt Fußbrettern vorn für 5,- RM geliefert
- 1930 - 1934
- Auslieferung ab 1930 sofort in Chrom, hingegen 501 TS in Nickel
- Serienstände ähnlich 501 TS
- 1935
- neuer Tank mit Dehverschluss und geprägten Seitenfeldern, Tankemblem NSU-D Flügel, Tacho nicht mehr im Tank
- neuer oberer Kettenschutz mit langem Bogen und zusätzlicher unterer Kettenschutz
- Tachoantrieb an Vorderrad, Tacho an Vordergabel befestigt, dafür neue Vordergabel mit Befestigungsauge
- geteilte Benzinleitung mit Gummischlauch
- Reifen 4,00-19“
- geteilte Benzinleitung mit Gummischlauch
- Leistung 15 PS
- Viergang-Getriebe (Ende 1935)
- neuer Sattel, höhere Sportkante, hinten seitlich nicht mehr so tief nach unten gezogene Satteldecke (Ende 1935)
- neuer Tank blasenförmig, keine geprägten Seitenfelder, Tankemblem “NSU-D Flügel”, ab 38 “NSU Flügel”, Schraubverschluss wie OSL, Inhalt 13 Liter (Ende 1935)
- November Leistung 16 PS, neuer Zylinderkopf, mit 8 Schrauben M 12 befestigt, vorher nur 6 Stück wie bei 501 TS Motor, Höchstgeschwindigkeit 105 km/h
- Ende 1935 neues Auspuffrohr Durchmesser 40 mm (war bisher immer 50 mm), Isolierflansch mit Kühlrippen aus Aluminium zwischen Vergaser und Zylinder
- 1936
neuer Bosch Scheinwerfer EAS 150-2 31 mit zentraler Befestigung
von unten, Scheinwerferbefestigungshalter als Brücke ausgeführt und an vordere Gabelrohre geklemmt
- verstärkter Hauptständer
- 1937
- Tank nur noch lackiert
- Fischschwanz Auspuff nur noch lackiert
- 1938
- Werkzeugkästen wie OSL mit einem waagerechtem Riemen
- neue Tankembleme NSU-Quappe blau/schwarz
- neuer Bosch Scheinwerfer EAS 170-2 T42 mit eingebauten Tacho und seitlichen Befestigungaufnahmen, Scheinwerferbefestigung mit je zwei seitlichen Streben an Gabel
- neue Gabel mit 4 Befestigungslaschen für Scheinwerferhaltestreben
- Novenber Kupplung mit 4 Reibscheiben und Stahllamellen, statt je 3 Stück bisher
- geänderter Kickstarterhebel
- 1939
August 601 TS läuft aus, Einstellung Fertigung
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