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Über OTW = Oldtimer-Tacho-Werkstatt
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Die kleine Firma Oldtimer-Tacho-Werkstatt OTW wurde von mir Lutz Seyfarth am 01.01.2008 als Kleinstgewerbe gegründet. Seit mehr als 25 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema
Oldtimer-Motorräder, speziell natürlich mit der Marke NSU. Es begann mit der Restauration des Deuta Ota Tachometers für meine NSU 501 TS von 1930. Danach ging es weiter, dass ich einigen
Oldtimerfreunden als Freundschaftsdienst deren alte Tachos reparierte und neu justierte. Meine handwerklichen Fähigkeiten auf feinwerktechnischem Gebiet sprachen sich im Freundeskreis schnell herum. Die
absolvierte Ausbildung an der Technischen Hochschule in Ilmenau auf dem Gebiet der Feinwerktechnik legt dafür einen wichtigen Grundstein von dem ich profitieren kann. Auf Grundlage des absolvierten
Studiums konnte ich mich bei der Handwerkskammer Kassel als Feinwerkmechaniker in die Handwerksrolle eintragen lassen. Nunmehr betreibe ich diese Dienstleistung als Kleinstgewerbe nebenher zu meiner
Hauptarbeit als Entwicklungsingenieur für die Automobilzulieferbranche.
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Leistungsangebot
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Den Schwerpunkt der Reparaturarbeiten bilden mechanische Wirbelstromtachometer der Hersteller VDO (DEUTA OTA), Veigel, MAW, Isgus und P&S aus der Zeit von ca.1925 bis Anfang der 60er Jahre. Andere
Marken natürlich auch auf Anfrage und vorheriger Begutachtung. Vor der Reparatur wird jeder Tacho genau begutachtet, nach Fehlern gesucht und der Aufwand, soweit möglich abgeschätzt. Dies geht
eigentlich nur am Objekt selbst oder an Hand von Bildmaterial. Danach wird Rücksprache mit dem Kunden gehalten und der Aufwand mitgeteilt. Erst wenn er mit den Arbeiten und dem damit verbundenen Umfang
einverstanden ist, beginnen die Reparaturarbeiten. Der Umfang der Arbeiten kann sehr unterschiedlich sein und beginnt beim Justieren, Erneuerung von Chromring, Glas oder Zifferblatt und endet beim
kompletten Neuaufbau eines sehr selten kaum neu beschaffbaren Tachometers. Grundsätzlich wird jeder Tacho komplett fachmännisch in seine Einzelteile zerlegt, grob vorgereinigt und schließlich im
Ultraschallbad gereinigt. Somit liegt eine gute saubere Reparaturbasis vor und außerdem kommt dabei auch der eine oder andere kleinere Defekt zum Vorschein. Die Gehäusebauteile werden sauber gestrahlt
und anschließend neu lackiert. Bei Bedarf sind auch Galvanikarbeiten wie Chrom oder Nickel bei einer Partnerfirma möglich. Nach jeder Reparatur wird der Tacho neu justiert und läuft ca. 15-20 Minuten
Probe am Prüfgerät.
- Tacho zerlegen und reinigen
- Neuaufbau und Beschaffung von Tachos auf Kundenwunsch
- Bauteile sandstrahlen + lackieren
- Tacho justieren
- Erneuerung/Wechsel Chromring, Glas, Zifferblatt, Zeiger
- Nachfertigung von seltenen Zifferblättern in Decal- und Klebefolien-Technik
- Umbau von Wegdrehzahlen
- Fräsen von kleinen Zahnrädern (eigen + Partnerfirma)
- Dreh- und Fräsarbeiten (eigen + Partnerfirma)
- Nachfertigung von Tachobauteilen wie Lager, Achsen+ Wellen, Naben
- Ersatz zerstörter Zinkdruckgussteile (Zinkpest) mit modernen Verfahren in Kunststoff und Aluminium
- Tachomagnete aufmagnetisieren und abstimmen
- Zählwerke instandsetzen, Rollen neu schwärzen und Ziffern auslegen
- Nachfertigung seltener Steck-Tachoringe
- Umbau auf modernere Tachowerke/ Systeme
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Werkstattausrüstung
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- Handarbeitsplatz
- Mechanikerdrehmaschine Myford ML7
- Eigenbau-Kleinfräsmaschine auf Basis Deckel Graviermaschine G1U
- Uhrmacherdrehmasche Andrä& Zwingenberger
- Ständerbohrmaschine, Kleinbohrmaschine Proxxon
- Sandstrahlkabine Sapi
- Instrumenten-Prüfgerät IPG 10 + Kienzle
- Magnetisiergerät
- Bördelgerät für Tachoringe
- spezielle selbst erstellte feinmechanische Hilfswerkzeuge wie Abzieher, Presswerkzeuge, Vorrichtungen usw.
- Handhebelpresse + Spindelpresse
- Manometerprüfpumpe vom Messgerätewerk Beierfeld
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Tachofehler + Probleme
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Hier einige häufige Tachofehler und Probleme:
- Zinkpest
Die alten Zinklegierungen von damals sind sehr schlecht. Früher hatte man nämlich mit den Materialproblemen und der Materialknappheit durch den Krieg und der Unwissenheit in der
Verarbeitung von Legierungen zu kämpfen. Grund allen Übels war die Verarbeitung von unreinen Zink / Blei - Legierungen in dieser Zeit. Durch elektrische Potentiale im Materialgefüge und damit
verbundene lokale Spannungsunterschiede in der Legierung kommt es zu Oxidation und Rekristallisation im Material. Der Guss "wächst" und dehnt sich aus. Dies führt zu Rissbildung und
Wellen im Guss. Der Zerfall ist vorprogrammiert und nur noch eine Frage der Zeit. Daraus resultierende Probleme in der ersten Stufe sind meist das Klemmen von Wellen und dadurch die Zerstörung der
kleinen Zahnräder. In der zweiten Stufe ist das Bauteil total zerbröselt. Hier hilft nur ein nachgefertigtes Bauteil noch. Voraussetzung dafür ist ein intaktes Bauteil als Vorlage.
Ich lasse diese Teile mit einem modernen Verfahren in Kunststoff nachfertigen.
- Wassereinbruch
Durch defekte Dichtungen und Gläser kann Wasser in den Tacho eindringen. Bleibt dieses im Tacho umbemerkt stehen, können durch Rost große Schäden entstehen.
- Eingriff unfachmännisch mit nicht passenden Werkzeugen
Wir haben es bei Tachometern mit feinmechanischen Geräten zu tun! Der Nichtfachmann sollte hier keine eigenen Versuche starten, denn
meist hat man bei den alten Tachos nur einen Versuch. Der Fachmann kennt sich hiermit aus, hat das nötige Fachwissen sowie Erfahrung und er hat auch die vielen passenden Spezialwerkzeuge.
- Verschmutzungen + Verschließ
Im Laufe der Jahre tritt im Tacho an den sich drehenden Bauteilen nachtürlich auch Verschließ auf. In Verbindung mit verharzten und verknisteten Fetten kann
es hier auch zu Schwergängigkeiten kommen. Diese sind meist einfach durch Demontage, anschließender Vorreinigung mit Waschbenzin und Feinreinigung im Ultraschallbad zu beheben. Weiterhin finde ich
auch oft lose Pressverbindungen Nabe-Welle z.B. Hauptwelle -> Magnetrad, Antriebswelle -> Mitnehmerrad im Zählwerk.
- Folgeschäden
Stellt man irgendwelche Problem am Tacho fest, sollte man die Tachowelle komplett vom Tacho oder Tachoantrieb trennen um noch weitere Folgeschäden durch den Betrieb zu
vermeiden. Das Zauberwort lautet hier Schadensbegrenzung!
- Defekte Ringe, Gläser, Zifferblätter und Zeiger
Diese Bauteile werden mit dem Alter durch Sonnenlicht und Wettereinflüsse stark in Mitleidenschaft gezogen. In der Regel wird bei jeder
Reparatur der Chromring erneuert. Gläser und Zifferblätter sind in der Regel auch als Nachfertigung beschaffbar. Der Zeiger wird meistens nur neu lackiert.
- Übermäßige Schmierung an Antieb und Tachowelle
Oftmals wird versucht den unruhigen Tacholauf (Pendeln und Springen der Tachonadel) durch Abschmiermaßnahmen zu begegnen. Hierbei ist auch
gewisse Vorsicht geboten und manchmal hift hier weniger eher mehr. Nicht immer ist die Tachowelle hier das Problem. Zu diesem Thema habe ich schon einige total mit Fett gefüllte Tachos auf der
Werkbank gehabt. Großes Fragezeichen wie soviel Fett in den Tacho gelangen kann?? Erklärung/ Vermutung: Durch zu heftige und gut gemeinte Fettschmierung am Antrieb und Tachowelle wird
das zuviele Fett über die sich drehende Sehle ich der Tachowelle durch ihre Wickelstuktur der einzelen Drähte bedingt, wenn der Drehsinn passt, über den Effekt einer
“archimedischen Schraube” mit dem entsprechenden Nachdruckdruck gnadenlos in das Innere des Tachos gefördert wird.
Das geht solange gut, bis iregend welche Spiele reduziert sind, das Fett mehr wird und der Tacho anfängt zu spinnen.
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Tacho Wissen
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- Wegdrehzahl:
Die Wegdrehzahl des Tachos muss immer zum Antrieb am Fahrzeug passen. Sie gibt an, wie viele Umdrehungen die Tachowelle am Abgang zum Tacho macht, wenn das Rad exakt einen Meter
auf seinem Umfang abrollt. Das kann man ganz einfach selbst ermitteln. Zuerst eine Strecke von exakten 10 Metern markieren und eine Markierung am Fahrzeug anbringen. Tachowelle von Tacho abschrauben,
an Mitnehmervierkant Klebeband- oder Drahtfähnchen befestigen. Fahrzeug die 10 Meter schieben und dabei die Wellenumdrehungen genau zählen, am Schluss auch die 1/4, 1/2 und 3/4 Umdrehung usw.. Den
Wert durch 10 teilen dann hast du tatsächliche Wegdrehzahl an deinem Motorrad ermittelt. Dazu muss natürlich die am Tacho angegebene Wegdrehzahl passen. Wegdrehzahl bedeutet, dass sich z.B. bei W
1,0 die Tachowelle auf 1 km Wegstrecke 1000 mal drehen muss. Bei vielen Tachos steht die Wegdrehzahl auf dem Gehäuse z.B. W 1,0 oder im Bereich des Zifferblattes. Soll an einem Tacho die Wegdrehzahl
umgebaut werden, so muss das Getriebe zum Zählwerk entsprechend geändert werden. Ob dies geht ist im Einzelfall am Tacho zu prüfen, weil der innere Aufbau von Hersteller zu Hersteller
unterschiedlich ist. Weiterhin muss die Geschwindigkeitsanzeige neu justiert werden.
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Tacho-Grundbauarten:
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- Wirbelstromprinzip
Am 7. Oktober 1902 lässt Otto Schulze beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin den Wirbelstrom-Tachometer patentieren: Die meisten mechanischen Tachometer arbeiten nach
dem so genannten Wirbelstrom-Prinzip. Ein Dauermagnet ist an der sich drehenden Welle befestigt. Zwischen Rückschlussring und Magnet befindet sich eine drehbar gelagerte Scheibe oder Glocke aus
elektrisch leitendem nichtmagnetischen Werkstoff (Cu oder Al). Durch Drehung des Magneten werden in der Scheibe Wirbelströme erzeugt, die diese mit zudrehen versuchen. Die Scheibe ist mit einer
Spiralfeder und mit einem Zeiger verbunden. Das Gleichgewicht zwischen Wirbelstrommoment und Rückstellmoment der Feder - der Zeigerausschlag - ist das Maß für die Geschwindigkeit. Da die Drehkraft
sich analog zur Rotationsgeschwindigkeit verhält, kann ein Zeiger auf der Metallscheibe die Drehkraft darstellen. Anhand einer geeichten Skala lässt sich analog zur Zeigerstellung die
Geschwindigkeit ablesen. Diese Messwerke wurden von verschiedenen Herstellern unterschiedlich aufgebaut. Es gibt bei diesen Tachos zwei Anzeigearten:
- Die Skala steht fest und der Zeiger dreht sich = normaler klassischer Zeigertacho. Weiterhin gibt es bei dieser Anzeigebauart konzentrische und elliptische Skalen.
- Die Skala dreht sich und Zeiger steht fest = sogenannter Walzen-Tacho oder Skalenausschnittsanzeige.
Hersteller: Veigel (AVC), VDO (Deuta Ota), Isgus, MAW, P&S (Peerboom& Schürmann),
Messgerätewerk Beierfeld (DDR)
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- Fliehpendelprinzip (Schwungpendel)
Beim Schwungpendel-Tacho wird der Zeigerausschlag durch die Zentrifugalkraft eines Schwungpendels hervorgerufen. Das Pendel selbst besteht aus einem
Metallring, der sich um seinen Durchmesser drehen kann. Im Mittelpunkt des Kreises ist diese Achse durch die eigentliche Tachometerwelle getragen. Der Ring kann also um die Achse pendeln. Durch
geignete Hebelübertragung steht er mit dem Zeiger in Verbindung, der durch eine Feder oder durch ein Gegengewicht zurückgehalten wird. In Nullstellung steht der Schwungring schräg zur Drehachse.
Je größer die Umdrehungsgeschwindigkeit, um so mehr ist der Ring bestrebt, sich in die Drehebene zu neigen und zieht dabei den Zeiger mit. Kleine Reibungsunterschiede können auch hier zu
Ungenauigkeiten führen, die allerdings sehr gering sind. Auf Grund der höheren Antriebsdrehzahlen und den großen bewegten Massen ist der Verschleiß bei diesen Tachos relativ hoch. Durch die
großen übertragenen Momente kann ein Schleppzeiger ohne Probleme mit bewegt werden. Hersteller: Corbin USA, Glashütter Mühle, Dr. T.H. Horn Leipzig
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- Cronometric-Prinzip
Diese Tachos funktionieren ähnlich wie ein mechanisches Uhrwerk. Über diverse Übersetzungsteile, eine Unruhe und Sperrfedern wird die Zeigerachse durch die Drehung der
Antriebswelle "aufgezogen". Die ruckartige Zeigerbewegung ist das erste Erkennungsmerkmal dieser Tachos und völlig normal. Verringert sich die Drehzahl, dreht sich der Zeiger
entsprechend zurück. Ein Vorteil dieser Messwerke ist, dass keine Teile zur Übertragung der angezeigten Geschwindigkeit oder Drehzahl benötigt werden, die sich im Laufe der Zeit abschwächen (z.B.
Magnete oder Federn). Dadurch sind die Anzeigen über einen langen Zeitraum genau und verändern sich nicht durch altern von Bauteilen, sondern höchstens durch verharzen oder Verschleiß-Defekte.
Eine hohe Kraft kann übertragen und somit kann auch ein Schleppzeiger zur Anzeige der Höchstgeschwindigkeit oder Höchstdrehzahl angetrieben werden. Hersteller: Smiths (England), Jaeger
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- Luftreibungsprinzip
Das Luftreibungsprinzip ist konstruktiv das billigste und am wenigsten empfindliche Prinzip. Es hat aber den großen Nachteil, nicht immer genau zu arbeiten und in seiner
Funktion stark von der Luftdichte abhängig. Deshalb ist es selten anzutreffen und hat sich nicht durchgesetzt. Die Wirkungsweise ist folgende: In einer Trommel wird ein kleiner Windflügel von
der Antriebswelle in schnelle Umdrehungen versetzt. Die Trommel ist beweglich aufgehängt und trägt den Zeiger. Durch eine Feder wird er zurückgehalten. Je größer nun die Drehgeschwindigkeit ist,
desto größer wird die Luftreibung zwischen Windflügel und Trommel, und umso größer der Zeigerausschlag. Tacho dieser Bauart sind sehr selten anzutreffen und haben sich nicht durchgesetzt.
Hersteller: z.B. Peerboom&Schürmann Düsseldorf
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Tacho-Historie und Hersteller in Deutschland
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Der Begriff Tachometer, umgangssprachlich Tacho, leitet sich ab aus dem griechischen Eigenschaftswort „tachis“
= schnell. Zum ersten Mal findet sich die Bezeichnung 1817 in einer „theoretischen und praktischen Abhandlung über einen neuerfundenen Tachometer oder Geschwindigkeitsmesser“, veröffentlicht in Frankfurt von Dieter Uhlhorn.
Die Anfänge Einer der ersten Geschwindigkeitsmesser, der sich bewährte und in größeren Stückzahlen hergestellt wurde, ist vom deutschen Ingenieur Otto Schulze (O.S.) aus Straßburg
entwickelt worden. Dem elsässischen Mechaniker und Erfinder wurde bereits am 7. Oktober 1902 vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin das DRP 146134 für einen Geschwindigkeitsmesser erteilt. Er war eine
Konstruktion nach dem elektro-magnetischen Wirbelstromprinzip. Wie die meisten Erfinder, die aus Geldmangel und fehlendem kaufmännischem Geschick nicht in der Lage waren ihre Produkte selbst
herzustellen, überließ auch Otto Schulze seine Patente der Firma Edouard Seignol in Paris. Diese wiederum ließ ab 1905 die Tachometer bei der Firma Schlenker Grusen (Isgus) in Schwenningen/
Schwarzwald herstellen, die schon zuvor für Otto Schulze gearbeitet hatte. Die Anfangsbuchstaben des Erfinders „O.S.“ wurden das Markenzeichen der Firma Seignol. Ab 1908 übernahm die französische
Firma E. Seignol mit Sitz in Paris die weltweite Vermarktung. O.S. Tachometer werden zu einem weltweiten Qualitätsbegriff und die meisten Fahrzeuge bis ca. 1914 waren damit ausgerüstet. Zum
Durchbruch des Wirbelstromtachometers hat sicherlich beigetragen, dass Anzeigeinstrumente nach dem von Otto Schulze patentierten Prinzip im Jahr 1906 den Vergleichswettbewerb des französischen
Automobilclubs und damit auch öffentliche Anerkennung gewannen.
DEUTA Werke (Deutsche Tachometerwerke GmbH Berlin) Die Deutschen Tachometer Werke (DTB) wurden 1905 in Berlin gegründet. Was mit der Produktion von hochwertigen Geschwindigkeitsmessern für
Automobile begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem erfolgreichen international operierenden Unternehmen im Bereich Schienenverkehr und Industrie. Die Unternehmensgeschichte beginnt
im Jahr 1905 in Berlin: Mit etwas Geld, viel Mut und noch mehr Hoffnung auf den künftigen technischen Fortschritt beginnt in der Belle-Alliance-Str. unter der Leitung der Gründungsmitglieder Steinberg,
Tritter und Georg Rensch die Fertigung von Tachometern nach dem Wirbelstromprinzip. Schon vier Jahre nach der Firmengründung wird der 10.000ste Autotempometer verkauft. In Paris und London werden
Deuta-Filialen eröffnet. Der Name DEUTA wird zum Synonym für Genauigkeit in Automobilen und selbst der Kaiser verlässt sich in seinen Fahrzeugen auf Tachometer von Deuta. Ab 1910 lautet die
Bezeichnung die Deutschen Tachometer Werke Berlin neu: DEUTA-Werke. Der Firmensitz wird in die Oranienstr. 25 verlagert.
VDO - Entstehung der Marke Der Kaufmann Adolf Schindling gründete 1921 mit den Partnern Georg Häußler und Heinrich Lang die OSA-Apperate-Gesellschaft in Frankfurt/Main. Vorausschauend hatten
die Teilhaber in der damaligen wirtschaftlich sehr schlechten Nachkriegszeit mit dem Straßburger Erfinder Otto Schulze eine Vereinbarung zum Führen des Firmennamens OSA (Otto Schulze Autometer)
getroffen, in Anlehnung an die weltweit bekannten O.S. Tachometer der Firma Edouard Seignol in Paris. Die Firma Schlenker Grusen (Isgus) in Schwenningen/ Schwarzwald, die bereits vor dem 1. Weltkrieg
O.S. Tachometer an Edouard Seignol lieferte, produzierte zunächst die von Otto Schulze patentierten Tachometer für die OSA in Frankfurt. Dort wurden diese mit eigenem Firmenzeichen versehen und an die
Automobilindustrie und andere Abnehmer geliefert. Ab dem Jahr 1923 erfolgte bei OSA die Eigenfertigung Tachometer nach dem Wirbelstrom-Prinzip in leicht abgeänderter Form. Wegen Streitigkeiten beim
Warenzeichen Edouard Seignol wurde der Firmenname 1925 von OSA in den ähnlich klingenden Namen OTA (OTA-Apparate GmbH) umgewandelt. Drei Wettbewerber Veigel, Deuta und OTA wollen sich 1928
zusammenschließen und das Unternehmen VDO gründen. Nachdem die Firma Veigel sich in letzter Minute zurückzog, wurde VDO als Vereinigte-Deuta-Ota im Handelsregister Frankfurt/M. eingetragen. Ab jetzt
steht der Name VDO für Vereinigte DEUTA OTA. Die Firma OTA schüttet ihr Vermögen an die Gesellschafter Häusler und Schindling aus. Diese bringen die Bareinlagen in VDO ein. OTA wird später
liquidiert. Deuta, Berlin bringt mit seinem Tachometerbereich die wesentlichen Grundlagen von VDO ein: Maschinen, Menschen und Know How gehören ab jetzt zu VDO.
- 1929 Gründung des Tachographenherstellers Kienzle
- 1942 die Verbindung mit Deuta wird gelöst
- 1951 Umgründung der VDO Tachometer AG zur GmbH: VDO Tachometer Werke, Adolf Schindling GmbH
- 1973 Umbenennung in VDO Adolf Schindling AG
Veigel Andreas Veigel Tachometerfabrik Stuttgart (Cannstadt)
- Gegründet ca. 1910 in Stuttgart Cannstatt als Tachometerfabrik
- Unter der Marke AVC = Andreas Veigel Cannstatt wurden die ersten Tachometer vertrieben bis ca. 1930, hauptsächlich für Automobile. Veigel lieferte wohl damals seine Produkte in der Anfangszeit
bevorzugt an die Daimler Motoren Gesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim in der Nachbarschaft von Cannstatt. Die Bauart der Veigel Tachos war fast ausschließlich das Wirbelstromprinzip.
Besonderheit: Aufkleber auf Glasinnenseite „Drei Blümchen im Zahnkranz“
- Im Jahre 1928 gab es Bestrebungen, dass sich die Firmen Veigel Cannstatt, Deuta Berlin und OTA Frankfurt sich unter dem Namen VDO vereinigen wollten. Nachdem Veigel sich in letzter Minute zurückzog,
wurde VDO als Vereinigte-Deuta-OTA ins Handelsregister Frankfurt eingetragen.
- Veigel bleibt von da an weiter eigenständig und baute Tachos für Autos und Motorräder. Ab ca. 1948 und in der Nachkriegszeit nannte sich die Fa. Fabrik für Messinstrumente u. photographische
Geräte, Stgt.-Bad Cannstatt.
- DIE ZEIT, 07.02.1957 Nr. 06
Die SWF-Spezialfabrik für Autozubehör Gustav Ran GmbH, Bietigheim/Würtb., die mit ihren 2000 Arbeitnehmern eines der führenden Unternehmen Deutschlands für
elektrisch-feinmechanisches Autozubehör ist, hat jetzt die Produktion und den Vertrieb der Kraftfahrzeug- Instrumente der Firma Andreas Veigel, Stuttgart-Bad. Cannstatt, übernommen. Erzeugnisse aus
dem bisherigen Veigel-Programm kommen unter der Bezeichnung „SWF System Veigel“ auf den Markt. (SWF= Schwäbische Winker-Fabrik)
- Ab da verschwindet die Marke Veigel vom Markt.
Sonstige kleinere Tachometer-Hersteller in Deutschland:
- Atlas Coburg
- ISGUS J. Schlenker-Grusen GmbH VS-Schwenningen
- O.K. Isgus Frankfurt/Main
- MEA Stuttgart
- NORIS TACHOMETERWERK GmbH Nürnberg
- Morell Leipzig
- Dr. T.H. Horn Leipzig
Das wohl älteste deutsche Patent eines Wirbelstromtachometers geht auf Dr. Theodor Horn in Leipzig zurück, der sich 1884 einen „elektrischen Tourenzahl-Anzeiger“
patentieren ließ. In diesem Gerät wird allerdings nicht der Magnet angetrieben, sondern eine Kupferkapsel, die zwischen seinen Polen rotiert. Die Kupferkapsel hinein ragt ein Anker, der durch die
magnetisch induzierten Ströme in der rotierenden Kapsel abgelenkt wird.
- Bundschuh Magdeburg
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Tacho-Einbauorte:
- Lenker, Lenkerbrille
- Gabel
- Tank
- Scheinwerfer
- kleine Armaturenbretter (Tacho, Uhr, Amperemeter) im Bereich Lenker oder Tank
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Tachoantriebe:
- am Vorderrad durch Zahnkranz oder Riemengetriebe auf ein Winkelgetriebe
- am Vorderrad direkt an der Nabe
- am Hinterrad durch Zahnrad vom Kettenrad auf ein Winkelgetriebe
- im Motorradgetriebe integrierter Antrieb
- Antriebsgetriebe am Getriebeausgang
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Tachowellen:
Die als biegsame Welle ausgeführte Tachowelle überträgt die Drehbewegung des Tachoantriebes auf den Tacho. Vor dem Krieg hatte fast jeder Tachohersteller seine spezifisches Anschlussgewinde und
Mitnehmergeometrien. Als Anschlussgewinde haben sich hauptsächlich M18x1,5 und als Mitnehmer der Vierkant 3,0 mm durchgesetzt. Federführend möchte ich sagen, war hierbei VDO.
Hier einige Anschlussgewinde mit Herstellern:
- Deuta OTA: M22x1,5 AG
- P&S: M16x1,5 IG
- VDO: M18x1,5 AG
- ISGUS: M18x1,5 AG, teilweise auch M17x1,5 AG
- AVC (Veigel): 1” x 26 Gang/” AG
- Veigel: M18x1,5 AG
- MAW: M18x1,5 AG
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Einführung allgemeine Tachopflicht:
Die allgemeine Tachopflicht wurde 1935 per Gesetz eingeführt. Das heißt, ab da mussten Motorräder ab Werk mit einer Tachometeranlage serienmäßig ausgerüstet sein. In der Zeit davor gab es so etwas
meist auf Sonderwunsch.
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Wie genau muss ein Tacho anzeigen?
Gesetzlich zulässig ist eine Voreilung von 10% zuzüglich 4 km/h (§57 StVZO). Bei 50 km/h darf die Voreilung also bis zu 9 km/h, bei Tempo 100 bis zu 14 km/h betragen. Diese recht großzügigen
Toleranzwerte sind eine Folge der Angleichung europäischer Bauvorschriften (hier: Richtlinie ECE R-39)
Beim Wegstreckenzähler ist (§ 57 StVZO) die maximal zulässige Abweichung auf 4% beschränkt.
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Drehrichtung von Tachos:
Die Drehrichtung wird bei Tachos durch den Drehsinn des Tachozeigers angegeben.
- rechtsdrehend, im Uhrzeigersinn - cw (clockwise) oder Bezeichnung “mul”
- linksdrehend, gegen den Uhrzeigersinn - ccw (counter clockwise) oder Bezeichnung “edul”
Auf älteren Tachos oder in technischen Unterlagen sind die Bezeichnungen mul und edul mitunter zu finden.
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Arbeitsbeispiele
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AVC Tacho 80 mm gerade - Total Restauration
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vorher
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nach Reparatur
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AVC Winkel-Tacho 85 mm - Total Restauration
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vorher
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nach Reparatur
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Deuta Ota 60 mm ca. 1930 für Viktoria - Ersatz Zählerplatte
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vorher
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nach Reparatur mit neuer Zählerplatte aus Kunststoff
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Deuta Ota 80 mm ca. 1930 für Opel-Motoclub - Ersatz Zählerplatte
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vorher
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nach Reparatur mit neuer Zählerplatte aus Kunststoff
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Deuta Ota 80 mm ca. 1928 für BMW R57 - Ersatz Zählerplatte
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vorher
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nach Reparatur mit neuer Zählerplatte aus Kunststoff
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VDO Walzentacho 60 mm für Ardie TM 500 - Totaler Neuaufbau Beispiel 1
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vorher
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nach Reparatur mit neuem CNC gefrästen Alu Grundkörper + restauriertem Zifferblatt
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VDO Walzentacho 60 mm für Ardie TM 500 - Totaler Neuaufbau Beispiel 2
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vorher
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nach Reparatur mit neuem Grundkörper in Kunststoff
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P&S Tacho 60 mm für BMW R4 1932 mit Zinkpest - Umbau auf neueres Tachowerk
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vorher
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nach Reparatur mit Umbau auf neueres Tachowerk
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BMW Dixi Instrumente Veigel Walzen-Tacho 80mm
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vorher
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nach Reparatur und Totalrestauration
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Öldruckmanometer 52 mm
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vorher
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nach Reparatur und Totalrestauration
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Download Informationen Tacho
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NSU Kundendienstblatt Tachometeranbau T/TS- und Z-Modelle Ausgabe 1 Juli 1931
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“Der Tachoantrieb für Motorräder - seine Übersetzungsverhältnisse und Berechnung” Fachaufsatz von Ing. Otto Reitz in Motorrad -Sport, -Verkehr und -Technik Nr. 6 1929
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Wie funktionieren Geschwindigkeitsmesser ? Fachbeitrag aus: Kraftfahrzeug –Kurier 01.02.1958
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Geschwindigkeitsmesser Fachbeitrag von H.A. König vermutl. aus “Das Motorrad” um 1930
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Kontakt/ Impressum
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Lutz Seyfarth Oldtimer-Tacho-Werkstatt Leipziger Straße 18 D-37287 Wehretal-Hoheneiche Tel. 05658/ 923725 ab 18.00 Uhr Mail: nsu-locke(ät)gmx.de
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Tacho Links + Adressen
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- Tachowellen
- Tachoantriebe: Winkelgetriebe + Zubehör
- Replika Tachometer Corbin & AVC Design
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Michael Leitner Waxensteinerstraße 9 82347 Bernried Tel. 08158/ 2965 Mail: michi.leitner(ät)gmx.de
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Tachowellen
Die Fa. Taflexa hat sich auf die Nachfertigung von Tachowellen für Oldtimer spezialisiert. An Hand von Mustern und Skizzen kann eine passende Tachowelle angefertigt werden.
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TAFLEXA-biegsame Wellen GmbH Industriestraße 85-95 04229 Leipzig 0341/ 4674210 www.taflexa.de
Mail: taflexa(ät)t-online.de
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Download Flyer Fa. TAFLEXA |
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